Ortlos Space Engineering _ London
Erste Interaktionstests im Rahmen der Ausstellung 'Performative Networked Design' im Londoner Austrian Cultural Forum, 2011
©: ORTLOS Space Engineering AT/UK

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Bericht
Responsive Public Space

Eine kurze Geschichte der Installation von Ortlos Space Engineering

"Digitale Kunst und digitale Medien sind mittlerweile Bestandteil unseres Lebens. Responsive Public Space zeigt, wie sehr die Grenzen zwischen real und digital längst verschwommen sind - elektronische Kunst ist inzwischen derart in unserem Alltag verankert, dass es kein Entkommen mehr gibt. Der virtuelle Raum erweitert den realen Raum." (Zitat aus dem Projektpapier)

Die Schnittstelle zwischen der Off- und Online-Existenz zu erforschen, damit zu experimentieren, ist und bleibt nach wie vor ein zentrales Gebiet im Werk des Grazer Architekturbüros Ortlos Space Engineering.

Responsive Public Space ist die konsequente Weiterentwicklung einer Idee, die vor fünf Jahren entstanden ist. Anlässlich des österreichischen Architekturworkshops Sense of Architecture während der Architektur Biennale 2008 in Venedig, gab es erste Überlegungen zu einer Maschine, die direkt aus Bewegungen und Interaktion der Passanten auf einem öffentlichen Platz Bilder und Töne generiert und damit wieder den vorhandenen Raum bespielt. Eine ausschließlich durch das Feedback der Nutzeraktivität formbare Umgebung, die die Grenzen zwischen haptischer und digitaler Umgebung aufhebt, war das Ziel des Projekts.
Der erste rudimentäre Prototyp wurde dann 2011, bei der Ausstellung Performative Networked Design im Londoner Austrian Cultural Forum, noch im kleinen Rahmen präsentiert. Mit Sensitive Space im Kulturhaus Mürzzuschlag im selben Jahr stieg der deutsche Komponist Hubert Machnik ins Projekt ein und es konnte nunmehr schon eine geschlossene Innenrauminstallation erzeugt werden.
Der nächste Schritt erfolgte mit dem einwöchigen Responsive Open Space Laboratory 2012 im Grazer Dom im Berg und einer deutlich größeren und aufwändigeren Innenrauminstallation (GAT berichtete). Die dort erzielten Fortschritte der Entwicklung an diesem interaktiven Hör- Klang- und Bildraum, wie ihn Ortlos auch selbst bezeichnet, führten dann im Frühsommer 2013 zu einer Einladung beim renommierten Electronic Art Festival ISEA in Sydney.

Vom 25. bis 28. September 2013 wird nun das Projekt erstmals gemäß der Ursprungsidee im Außenbereich aufgebaut. Die für ihre Kunstoffenheit bekannte Grazer Pfarre St. Andrä gibt ihren Vorplatz frei fürs Experiment.

Testphase: 25./26. 09.  18:00 - 20:30
Performance: 27./28. 09.  18:00 - 21:30
Öffentliche Diskussion : 27.09. 2013, 19.30 Uhr, Andräplatz, Graz
“Open Space” zu “Responsiver Raum - Öffentlicher Raum”
mit dem interdisziplinären Team und
Mark Blaschitz, SPLITTERWERK
Hermann Glettler, Pfarre St. Andrä
Werner Jauk, Institut für Musikwissenschaften KFUGraz
Michael Sammer, Soziologe
Werner Schrempf, Festival La Strada & IN SITU Gernot Tscherteu, Media Architecture Institute Vienna
Brigitta Zics, Universität Newcastle
Opening Words: Judith Schwentner, Nationalratsabgeordnete

Verfasser / in:

Emil Gruber

Datum:

Thu 26/09/2013

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Infobox

Installation
Responsive Public Space

25. - 28. 09. 2013
Andräplatz in Graz

Konzept & Space Design:

ORTLOS Space Engineering AT/UK: Ivan Redi, Andrea Redi, Brigitta Zics, Gudrun Jöller, Hanno Fröhlich, Bernardo Daum, Dragan Danicic, Melanie Troger
Komposition und Audio Programming:  Hubert Machnik, D
Programmierung:  NIRI: Marko Smiljanic, Radica Velinov, Obrad Stajic, SRB Hardware Development
Visual Space: Sinisa Hristov, SRB
Personentracking:  ComputerVisionLab TU Wien: Martin Kampel, Andreas Zweng

Kontakt:

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