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Fri 21/09/2018 10:00am - Sun 23/09/2018 19:00pm
Volksfronten all over Graz – steirischer herbst 2018
Graz

Volksfronten – das Kernprogramm der diesjährigen Ausgabe des steirischen herbst – erkundet diesen Titel vor dem Hintergrund einer erweiterten Gesamtausstellung, die als solche an zahlreichen Orten der Stadt verstanden und erfahren werden kann. Einige ihrer Elemente sind Installationen, andere Performances und wieder andere Interviews oder Podiumsdiskussionen, sie alle sind genaue Setzungen im größeren Parcours, räumlich und zeitlich.
Ab Freitag, 21. September, öffnen die Installationen und Ausstellungen des Volksfronten-Parcours. Mit dem Festivalpass des steirischen herbst 2018 sind sie frei zugänglich.

Helmut List Halle und Volkshaus Graz
Zwei große Installationen entstehen in der Helmut List Halle und im Volkshaus Graz: In ersterer erschafft die Künstlerin Irina Korina für zehn Tage einen aufblasbaren Paradiesgarten mit diversen österreichisch-heimatlichen Bezügen, während das Volkshaus Graz vom Künstlerduo Igor & Ivan Buharov in ein anarchistisches Labor verwandelt wird, in welchem sie eine kommende Revolution der Pflanzen planen.

Kulturzentrum Minoriten
Im Kulturzentrum bei den Minoriten werden Arbeiten von Ines Doujak, Ekaterina Muromtseva, Martin Behr & Martin Osterider, Victoria Lomasko und Christoph Szalay sowie die neueste filmische Zusammenarbeit des Duos kozek hörlonski mit Alexander Martinz gezeigt.

Forum Stadtpark
Im Forum Stadtpark installiert Milica Tomić ihr Forschungsprojekt rund um ein ehemaliges Arbeitslager im südsteirischen Aflenz.

Haus der Architektur
Im Haus der Architektur inszeniert Henrike Naumann den Anschluss Österreichs im Jahr 1990, zumindest in puncto Einrichtung.

Griesgasse
Funda Gül Özcan entwickelt ihre Arbeit für die ehemalige Ankara Türkü Bar in der Grazer Griesgasse.

Hotel Daniel
Tony Chakar und Nadim Mishlawi präsentieren eine Installation im Hotel Daniel.

Grazer Kunstverein
Das Department of Ultimology forscht im Grazer Kunstverein.

Eine Reihe von künstlerischen Arbeiten des Volksfronten-Programms wird auch im Stadtraum von Graz sichtbar werden:

Brunnen am Eisernen Tor
Im Brunnen am Eisernen Tor wird eine Installation von Rossella Biscotti & Kevin van Braak zu sehen sein.

Andreas–Hofer–Platz
Am Andreas–Hofer–Platz wird das Projekt Schulausflug von Michael Zinganel & Michael Hieslmair erstellt.

Arbeiterkammer
Die ZIP group wird eine Installation über den Dächern von Graz am ehemaligen Hotel International, der heutigen Arbeiterkammer am Esperantoplatz, präsentieren.

Hauptplatz
Am Hauptplatz wird der Container von Yoshinoris Niwas Arbeit Withdrawing Adolf Hitler from a Private Space aufgestellt, eine Arbeit, die für Diskussionen sorgt.
 
Begleitprogramm

Neben Volksfronten wird der steirische herbst von einem Programm begleitet, das sich aus Ausstellungen und Veranstaltungen verschiedenster Institutionen in Graz zusammensetzt. Die Ausstellungsprojekte werden traditionell am Samstag des ersten Festivalwochenendes eröffnet. Der Rundgang startet um 10:00 bei der Volksfronten-Installation der ZIP group am Esperantoplatz, Arbeiterkammer.
Dann geht es weiter mit den Eröffnungen im Kunsthaus Graz, Camera Austria, <rotor> Zentrum für Zeitgenössische Kunst, esc medien kunst labor, Grazer Kunstverein und im Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien. Auch die Ausstellungen in der Kunsthalle Graz, Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz, Kultur in Graz und the smallest gallery sowie The Magma, ein Projekt des musikprotokoll 2018 in der Akademie Graz, sind an diesem Tag zugänglich, genauso wie alle Installationen des Volksfronten-Programms.

Shuttle Wien – Graz
Zu den Eröffnungen bieten wir am Samstag, 22. September, einen Shuttle von Wien nach Graz und zurück an.
 
Zwischen Allah und Coca-Cola – The Iran Conference
21.9., 19:00, Karl-Franzens-Universität Graz, Aula

Der sprichwörtliche „Kampf der Kulturen“ ist häufig Thema bei Podiumsdiskussionen auf der ganzen Welt. Deren Ergebnisse sind ebenso vorhersehbar wie sich selbst bestätigend. Derlei Diskussionen liefern das Material für das neueste Stück des Dramatikers und Regisseurs Ivan Vyrypaev: The Iran Conference ist eine der performativen Setzungen des Festivals am Eröffnungswochenende. Bei dieser dramatisierten Podiumsdiskussion treffen die üblichen Verdächtigen  – ein Experte für internationale Beziehungen, ein Theologieprofessor, ein Journalist und Provokateur, ein Menschenrechtsaktivist, die Frau des Ministerpräsidenten – aufeinander, um über die „Iran-Frage“ oder, wie es eine von Vyrypaevs Figuren ausdrückt, den Kampf zwischen „Allah und Coca-Cola“ zu diskutieren.

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