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©: Architektur Haus Kärnten
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Ausstellung
Mon 08/02/2021 10:00am - Fri 26/02/2021 14:00pm
Personale Egon Rubin
Klagenfurt

Nach der coronabedingten Sperre wieder zu sehen

Dem Unsichtbaren verpflichtet 
Die Ausstellung stellt ein Resümee aus 50 Jahren künstlerischer Arbeit von Egon Rubin vor. 
Sein starkes Engagement als Studentenvertreter 1970 in der Akademie der bildenden Künste in Wien, hat eine Änderung der autoritären Machtverhältnisse (Professoren / Mittelbau / Studenten) bewirkt. Das ursprünglich elitäre Meisterklassensystem wurde demokratisiert und hat sich zu einer offenen Meisterklasse verändert. Für ihn hat dies allerdings zu einem frühzeitigen Ende seines Architekturstudiums bei Professor Ernst Anton Plischke geführt. Angeregt durch Gespräche mit Professor Max Weiler und der daraus resultierenden Betreuung in dieser turbulenten Zeit, wurde Rubins Interesse an der Malerei geweckt. Nach seinem Abgang von der Akademie wurde der Entschluss gefasst zurück nach Kärnten aufs Land zu ziehen. Die ländliche Umgebung und die knappen finanziellen Mittel bedingten ein sehr einfaches Leben, welches sich aber in vielerlei Hinsicht inspirativ auswirkte.
Neben der Malerei und der Kreation von Holzplastiken hat er sich als Autodidakt das Tischlerhandwerk erlernt. Egon Rubin fand im Medium Holz einen Partner mit vielschichtigen Eigenschaften, das außerdem leicht verfügbar war. Bei der Verarbeitung berücksichtigte er Schlägerungszeiten in Abhängigkeit vom Mond um die Vitalkraft im Holz zu erhalten. Der Tisch als Thema, mit seiner zentralen Aufgabe für das Zusammenleben, ist für ihn mehr als nur ein Möbelstück. Seine vielfältigen Projekte für Kunst im öffentlichen Raum sowie für Kunst am Bau realisierte Rubin immer durch Direktaufträge. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl dieser sowie nicht realisierter Wettbewerbsarbeiten.

Zur Eröffnung gibt Kuratorin Zorka L-Weiss Einblick in der Ausstellung. Architekt Markus Klaura spricht in seiner Laudatio über das Werk von Egon Rubin. Eine Lesung von Maximilian Achatz sowie Musik von MANJANA (Manfred Plessl und Jana Thomaschitz) ergänzen das Programm.
Um Anmeldung wird gebeten!

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