Recent comments


  • Wenn jemand gern ein Schnitzel isst, das über den Tellerrand hängt (und 90% der Österreicher tun das), so sei´s ihm gegönnt – das ist für ihn Qualität, na und? Was gibt dem einen, der meint qualitätsbewusster zu sein als der andere, das Recht, über die Gepflogenheiten anderer zu urteilen und zu versuchen, diese nach seinen Vorstellungen zu ändern? Mit dieser Haltung passiert genau das, was viele Bauherren beklagen: Der Planer geht auf Wünsche und Bedürfnisse von Bauherren nicht ein (er ist nicht empathisch), weil ihm diese zu laienhaft und daher zu wenig qualitätsvoll erscheinen, sucht nicht den Konsens (ein Ergebnis, mit dem alle leben können), sondern setzt dem Auftraggeber einen Entwurf vor die Nase, mit dem er sich nicht identifizieren kann und unglücklich ist. Ich lebe am Land und gerate immer wieder in Gespräche mit Eltern der Schulkollegen meiner Söhne über das Hausbauen (allesamt potentielle Häuslbauer oder bereits Hausbesitzer), bei denen man genau diese Problematik vorgesetzt bekommt und erschüttert feststellen muss, dass Architekten am Land wirklich keinen guten Stand haben. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir während des Architekturstudiums ein Fach hatten, das soziale Kompetenz lehrte und frage mich, warum eigentlich nicht? Die wahre Architekturvermittlung passiert im Planungsprozess und gelingt neben fachlicher nur mit sozialer Kompetenz und wer sie nicht besitzt, kann sie bis zu einem gewissen Grad erlernen.

    Autor: Michaela Wambacher

  • dies ist ein forum, indem über architekturbelange diskutiert wird, denke ich und nicht die rechtschreibolympiade beim posten abgeht. da kommt man sich ja wie in der schule vor, wenn man die deutschschularbeit verklopft hat.

    Autor: winfrid sallinger

  • Ich möchte der Firma Griffnerhaus weder Ambition noch Engagement absprechen, aber die Frage, warum so wenige Leute zum Architekten gehen, ist schon etwas diffiziler und mit der nicht "stimmenden Chemie" sicher nicht zu erklären. Warum legen so viele Menschen NUR darauf wert, dass das Schnitzel, das sie im Gasthaus bestellen, sooo groß ist, dass es über den Tellerrand hängt? Qualitätsbewusstsein ist hierzulande kaum vorhanden, wie auch, wenn man es nicht lernt (z.B. durch einen Unterricht in Gestalten seiner Umwelt/Architektur in der Schule, so, wie in Skandinavien) Konsumieren ist angesagt - was, ist nicht so wichtig. Kurzer Nachsatz: auch die Sprache, das Geschriebene und damit Kommunikation kennt ein Qualitätsbewusstsein. Im Kommentar von Herrn Moser mangelt es daran ordentlich: "BEI BauinteressierteN" müsste es heißen und "bei andereN Kommentaren". Aber keine Sorge: die Fälle schwimmen den Griffener Fertighausbauern deswegen nicht weg ..... Diese Art von Qualität hat in Österreich (und auch auf GAT) ja auch keinen besonderen Stellenwert.

    Autor: Tschavgova

  • ...wir machen es umgekehrt!
    wir planen und liefern das haus/gebäude in kooperation mit fixen partnerfirmen gleich mit!..durch internet bearbeiten wir derzeit 6 projekte europaweit!..alles individuelle planungen!..derzeit erweitern wir unser angebot auf jegliche projekte im hachbau!..ohne diesen schritt/idee wären wir nie zu diesen aufträgen gekommen!
    arch.di viktor jung

    Autor: S_M_L houses

  • "Warum gehen sehr viele Einfamilienhauskunden nie zum Architekten" ist die Frage über die es sich lohnt nachzudenken! Bauinteressierte, die schon bei Architekten vorsprachen und unzufrieden andere "Planer" aufsuchen, hat halt die "Chemie" nicht gestimmt ....und wir können uns nur über die Befindlichkeiten der Bauherren oder Architekten äußern. Über diese Einzelfälle lohnt es sich nicht nachzudenken!
    Die Fa. Das GriffnerHaus hat ca. 10 000 Anfragen von Bauinteressenten im Jahr, welche wahrscheinlich nie mit einem Architekten in Kontakt kommen und um diesen Personen auch einen Zugang zu einer profesionellen Planung zu ermöglichen, bieten wir unseren Kunden verstärkt eine Planung mit Architekten an. Der Architekt plant und Das GriffnerHaus baut ist eine Antwort, um auch im Einfamilienhausbau eine bessere Qalität in der Planung zu erreichen!

    ps
    bei anderen kommentare von "moser" handelt es sich um eine namensgleichheit

    Autor: peter moser

  • auch ein flachdach ist kein kriterium für qualitätsvolle architektur und es gibt genügend beispiele für qualitätsvolle häuser mit satteldach, auch neu gebaut.
    im übrigen geht es in diesem artikel um etwas anderes, nämlich um die frage, warum manche bauherren ein fertigprodukt oder die planung und herstellung aus einer hand wollen. möglich gründe wurden ansatzweise aufgezeigt. eine rege diskussion ist erwünscht, und auch darüber, ob es neue formen der kooperation geben kann.
    wie immer beteiligen sich nur wenige daran.

    Autor: Elisabeth lechner

  • ...wieviele workshops, vorträge, diskussionen, plattformen, ideen etc.etc.etc. habe ich in graz denn in den letzten 30 jahren zu diesem thema schon erlebt?????....allein das palavern ist letztendlich einfacher als zur tat zu schreiten...es ist schlicht und ergriffen einfach langweilig in dieser stadt!...und politiker sind per se bei diesen dingen einfach in hohem masse überfordert!!...auf das kommt es letztendlich raus!
    fazit:....auch keine änderung in den nächsten 20 jahren in sicht!

    Autor: arch.di viktor jung

  • Schade, dass wir mit dem Beitrag auf Unverständnis stoßen. Wir wollten damit keine Werbung betreiben, sondern, völlig wertfrei, einigen Fragen, die wir uns im Zusammenhang mit der Situation im Einfamilienhausbau stellten, auf den Grund gehen. Interessiert haben uns vorerst die Aspekte des herrschenden Fertighausbooms. Wir sind in dem Zusammenhang einigen Fragen nachgegangen, beispielsweise ob die Fertighausindustrie ausschließlich Häuser von der Stange produziert oder mittlerweile neue Wege beschritten werden, ob Anbieter mit ArchitektInnen kooperieren oder völlig losgelöst davon agieren, aber auch, warum Häuslbauer eher zum Fertighausproduzenten gehen und nicht zum Architekten / zur Architektin. Im Gespräch mit P. Moser von GriffnerHaus, ein innovativer Fertighausanbieter, kamen Antworten, die nicht vor den Kopf stoßen, keine Trotzreaktionen auslösen sollten, sondern konstruktive Diskussionen, im GAT und am besten live bei einem Roundtable.

    Autor: Redaktion GAT

  • Wenn man eine Umfrage unter Bauherren machen würde, kämen alle Zufriedenheiten und Unzufriedenheiten mit ArchitektInnen und Fertighausfirmen, die man sich vorstellen, kann, ans Licht, weil es bekanntlich sowohl gute ArchiteketInnen, die ihr Handwerk verstehen, als auch das Gegenteil davon gibt sowie seriöse Fertighausfirmen mit Know How und unseriöse oder Diletanten, die zu schnellem Geld kommen wollen. Professionelle ArchitektInnen und FertighausanbieterInnen werden immer bemüht sein, Qualität zu liefern. So ist auch zu begrüßen, wenn es zu Kooperationen kommt, die Ressourcen zusammenführen und das bestmögliche Ergebnis anpeilen. Dass jeder, der ein Einfamilienhaus möchte, sich zuerst fragt, was seine Intention ist und ob er nicht vielleicht erziehungsbedingten, verinnerlichten, nicht hinterfragten Bildern, wie Heiraten -> Hausbau -> Kinder, unterliegt, wäre wünschenswert und würde die weitere Zersiedelung vielleicht hintan halten. Aber das ist eine andere Geschichte...

    Autor: Michaela Wambacher

  • der mir ein ferarrihaus um das gleiche geld designt und auch fertigstellt, welches auch noch im betrieb gleich teuer ist wie ein mercedeshaus. abgesehen davon, was ist das für eine komische aussage.
    man kann zu fertighausfirmen stehen wie man will, bedenken sollte man, eher, dass es viele bauherren und auch solche mit geld zu diesen firmen hinzieht. wenn sie dann auch noch ihren architekten mitbringen können, bzw, individuell planen können, was ist daran verwerflich. der trend geht nun mal überall zur fertigware, bzw. zum produkt aus einer hand, daran werden auch die architekten nichts ändern können. es kommt schlussendlich nur auf die qualität der fertigware an. und nebenbei sei bemerkt, dass mercedes wie auch ferrari keine prototypen sondern fertigautos sind.

    Autor: winfrid sallinger

  • wenn hier peter moser so salopp über den "verbrauchten" architekten spricht dann stellt sich die frage wieviel kunden anfragen und dann beim mitbewerber landen. das ist an sich das gleiche. nur für die fa. nicht so schmerzahft - das ist teil der kalkulation.
    wenn eine firma standhaft bleibt und auf prinzipien besteht wird das unter dem namen qualität verkauft - wenn ein architekt das tut heißt es er betreibt selbstverwirklichung. dieses geflügelte wort hätt ich gern einmal erklärt.

    Autor: feyferlik

  • auf dubais baustllen kommen jährlich mindestens 800 bauarbeiter ums leben, die dunkelziffer liegt wahrscheinlich um einiges höher, aber wen kümmert das? arbeitskräfte sind billig in china wie in dubai und wie auch sonst auf der welt, meistens ausländische arbeiter ohne ausbildung, ohne versicherung, ohne rechte...
    aber das war doch immer so: ohne sklaven hätten weder die pyramiden in ägypten noch roms kolosseum und all die anderen weltwunder der architektur entstehen können und im mittelalter hat man halt die menschen mit der aussicht auf ein besseres leben nach dem irdischen zum bau der kathedralen, deren fertigstellung vielleicht erst die ururenkel erlebt haben motiviert usw...

    Autor: ute angeringer-mmadu

  • Hallo gat.st,

    das ist ja super, dass Sie auf den Bird's-Nest-Trailer auf architekturvideo.de verlinken, vielen Dank!

    Damit der Trailer gut zu sehen ist, öffnet man den Link am besten in einem neuen Fenster (z. B. durch Drücken der Hochstelltaste oder der "STRG"-Taste beim Klicken).

    Viele Grüße aus Berlin
    Eric Sturm
    Herausgeber architekturvideo.de

    Autor: Eric Sturm

  • aus zuverlässigen kreisen wird berichtet, dass beim bau des stations mehr als 120 chinesische bauarbeiter auf grund der mangelhaften baustellensicherung ums leben kamen.....

    Autor: cl. pratsch

  • Liebe Gerlinde Pölsler,
    danke für den atmosphärischen Artikel. Er hat in meinem Kopf schöne bunte Bilder von der Annenstraße entstehen lassen. Wichtig wäre ein Stadtteilentwicklungskonzept, in dessen Erstellung Geschäftsleute, BewohnerInnen, HausbesitzerInnen, PolitikerInnen, ArchitektInnen und sonst. Visionäre eingebunden werden und für das man sich ausgiebig Zeit nimmt. Will man die Annenstraße multikulturell entwickeln, wird es entsprechende Förderungen geben müssen, denn die Geschäfte, die heute in der Annenstraße angesiedelt sind, können nur aufgrund der niedrigen Mieten existieren. Wird die Annenstraße aufgewertet, erhöhen sich mit Sicherheit Lokal- und Wohnungsmieten und die in dem Artikel so schön nachgezeichnete Atmosphäre wird verschwinden, wenn man die "kleinen Leute" nicht unterstützt.

    Autor: Berit Weisz

  • ein muß zum text - das original AZ3 Buch aus den 70s und 80s wunderbar aufbereitet von Gernot Stangl auf: http://proj.xarch.at/az3buch/

    Autor: Burkhard Schelischansky

  • Es ist erstaunlich, was sich die Architekten des PAVOREAL-Wettbewerbes heute von den Wettbewerbsauslobern gefallen lassen.
    Es wird in der Wettbewerbsausschreibung Seite 15 den Teilnehmern zugesagt, dass „eine öffentliche Präsentation und Ausstellung der Projekte noch im 2. Quartal 2008“ stattfinden wird. Doch der Auslober verzichtet darauf und stellt nur seine Preisträger aus, sodass niemand die Qualitäten der sonstigen Projekte und damit auch die Qualität der Jury beurteilen kann. Auch die Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten kümmert sich nicht um die zugesagte und nicht ausgeführte Ausstellung und die damit verbundene Mißachtung der Teilnehmer. Die auf den Mini-Bildschirmchen schnell durchlaufenden Mini-Bildchen der übrigen Wettbewerbsbeiträge können jedenfalls nicht als „Ausstellung“, wie wir es bei regulär durchgeführten Wettbewerben gewohnt sind, bezeichnet werden.
    Eine Intervention unserer Kammer würde den Auslober zwingen, die versprochene Ausstellung durchzuführen.

    Graz, 28.05.2008
    TEAM A GRAZ
    Architekt Dipl.-Ing. Herbert Missoni

    Autor: Missoni

  • Das Trigon-Museum wurde nicht aufgrund eines Wechsels in der Stadtregierung schubladisiert, sondern weil der Kulturreferent in der Ära der Frau Landeshauptmann Klasnic, Univ. Prof. DDr. Peter Schachner-Blazizek (SPÖ), auch Erster Landeshauptmann-Stellvertreter als Roter das Projekt seines schwarzen Vorgängers, Landeshauptmann Krainer, nicht umsetzen wollte. Die kolportierte Summe von 29 Millionen Schilling (bereits getätigter) Planungsaufwand wurde in den Wind geblasen und wohin die durch den "Fernseh-Schilling" (oder Rundfunkschilling?)angeblich schon gesicherte Summe für die Finanzierung des Trigon-Museums geflossen ist, wurde weder thematisiert noch bekannt. Ein Teil floss sicher in die zweitklassige Impressionisten-Ausstellung im Joanneum, die der Kulturreferent Schachner wollte und daher kräftig unterstützte. Im Oktober 2007 hat Univ. Prof. DDr. Peter Schachner-Blazizek, Erster Landeshauptmann-Stellvertreter der Steiermark a.D, das Goldene Ehrenzeichen des Landes erhalten.

    Autor: Karin Tschavgova

  • Wo sind die ArchitektInnen, die sich für einen Gestaltungsbeirat in Graz stark machen? Will diese Berufsgruppe überhaupt ein derartiges Gremium? Ich bitte um Wortmeldungen aus der Szene!

    Autor: berit@weisz.com
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