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  • 1. sollten von der Kammer die Wettbewerbs-Ausschreibungsunterlagen auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft werden.

    2. sollten nur solche Juror/innen bestellt werden, die die nötige Erfahrung und Autorität als Hauptjuror/in mitbringen und auch betreffend der Aufgabenstellung Erfahrung haben. (Im konkreten Verfahren wäre es u.a. sehr wichtig gewesen, die Gemeinde darauf hinzuweisen, dass dieses Projekt ganz im Sinne des Vorhabens, einen Masterplan zu erstellen, für die weitere Zukunft des Areales entscheidend ist. (Abtretungen für die beabsichtigte Gemeindestraße im Zuge des Bebauungsplanverfahrens- diese Gelegenheit wurde nun für immer vermasselt).

    3. sollte die Kammer darauf achten, dass die Vorprüfung nicht nur Zahlen prüft, sondern auch die fachlich einwandfreie Bewältigung der Aufgabenstellung überprüft.

    4. sollte die Kammer kontrollieren, in welcher Qualität die Wettbewerbsausstellungen erfolgen. Immerhin ist dies auch Architekturvermitllung und ist man dies allen TeilnehmerInnen schuldig.

    5. sollte das Preisgeld insbesondere bei Wohnbauverfahren (2000,-- Euro für 180 Wohnungen) angehoben werden. Es kann nicht sein, dass eine Standesvertretung es ohne Weiteres hin nimmt, dass ihre Mitglieder mit solchen Verfahren ausgehungert werden. Modell, Ausdrucke und das normalerweise geforderte Rendering verschlingen schon die 2000,-- wo bleibt die Arbeit?

    Alle Punkte sind im konkreten Verfahren nicht erfüllt worden.
    Weder waren die Unterlagen vollständig (es wurde den TeilnehmerInnen beispielsweise eine 20-KV Erdleitung verschwiegen, die nicht überbaut werden darf.- so stehen nun die Baukörper des Siegerprojektes auf dieser Leitung! Eine Verlegung kostet immens viel Geld- wer wird das bezahlen? Diese Angaben waren aber im vorangegangenen Masterplanverfahren bekannt.), es fehlten genaue Angaben zur Führung der wichtigsten Aufschließungsstraße und somit auch zur realen Anbindung. etc.

    Nahezu alle Projekte, auch das Siegerprojekt, haben die topografischen Gegebenheiten ignoriert und nicht einmal die Höhenschichten auf das Einsatzmodell gebaut. Darum versinkt das Modell des Siegers auch im Umgebungsmodell!
    Wieso geht dies bei der Vorprüfung durch? Wieso entgeht das dem Kammerjuror?
    Das Entwicklen von Wohnbauten ist mehr als nur Baukörper hinzuwürfeln, es ist auch eine städtebauliche Aufgabe und da gehört mehr dazu.
    Solche Praktiken schaden unserem Ruf als Fachleute und angebliche Garanten für Baukultur. Ausbaden müssen es dann die BewohnerInnen.
    Die Kammer sollte besser darauf achten, dass nicht eine drei Stunden verspätete Abgabe für das Ausscheiden entscheidet, sondern das Nichterfüllen der Bauaufgabe, und dazu zählt nun mal das Ignorieren von Geländeverhältnissen, von Leitungen etc...
    Befremdlich ist auch, dass bei der Ausstellung sehr wohl das Schaubild, das nicht zu Beurteilung stand und angeblich vor der Jury (Betonung auf vor der Jury) überklebt wurde, nun doch gezeigt wird. Allerdings ist auch mein ausgeschiedenes Projekt ausgestellt - ohne Vermerk.

    Ich kann Kollegin Anderl nur recht geben, es ist eine peinlich, respektslos Ausstellung. Keine Namen, keine Reihung kein Protokoll, keine Aufgabenstellung.

    Autor: Elisabeth lechner

  • nahtlos zum Verfahren paßt auch die Ausstellung in Bruck. Die Projekte sind nicht zugeordnet, Protokoll liegt keines auf, das Bauamt kann auch keine Auskunft erteilen. Kommentar eines Gemeindebediensteten nach 60km Fahrt nach Bruck: "Protokoll selber mitnehmen"

    Autor: E.Anderl

  • Anlässlich der Diskussion um das Wohnbaugutachterverfahren Bruck/Mur - Hochfeld möchte der Wettbewerbsausschuss der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten Folgendes mitteilen:

    Bei einzelnen Wettbewerbsverfahren kommt es leider immer wieder vor, dass in den Ausschreibungen keine eindeutigen Aussagen getroffen werden. Wir weisen die Auslober darauf hin und versuchen eine eindeutige Klärung zu erwirken.

    Trotzdem wird es immer einen gewissen Ermessungsspielraum, der bei den JurorInnen liegt, geben, ob ein Projekt nun aus formalen Mängeln auszuscheiden ist. Dies ist immer von der jeweiligen Auslobung, die Rechtsgrundlage des Verfahrens ist, abhängig. Im konkreten Fall gab es z.B. eine Regelung, wonach ein Projekt, das in der Ausschreibung geforderte Planungsauflagen nicht erfüllt, von der Jury mit einfacher Mehrheit ausgeschlossen werden kann. Im Übrigen werden der Kammer bei Wohnbau-Gutachterverfahren (wie im konkreten Fall) die Unterlagen nicht zur vorherigen Prüfung übermittelt.

    Zum Abgabetermin ist festzuhalten, dass dieser eine eindeutige Festlegung darstellt und unbedingt eingehalten werden muss. Aus rechtlicher Sicht könnte ein Nachgeben in diesem Punkt eine begründbare Anfechtung der übrigen TeilnehmerInnen nach sich ziehen und dieser Formalfehler könnte zu einer Aufhebung des Verfahrens führen. Auch die WOA sieht vor, dass nur solche Projekte, die durch Fremdverschulden oder höhere Gewalt verspätet eingelangt sind, durch Beschluss des Preisgerichtes zur Beurteilung zugelassen werden können. Bei Verfahren nach dem Bundesvergabegesetz gibt es übrigens keinerlei Ermessensspielraum.

    Ob im Zuge des Hearings tatsächlich eine andere Abgabezeit als in den Ausschreibungsunterlagen festgelegt wurde, kann von unserer Seite nicht beurteilt werden. Grundsätzlich gilt jedoch die Schriftform vor der mündlichen Form. Laut Ausschreibungsunterlagen gilt ausdrücklich nur das Protokoll der Vorbesprechung als ergänzende Rechtsgrundlage.

    Die nicht zugelassenen Schaubilder wurden laut dem Vertreter der Kammer in der Jury, wie vereinbart von der Vorprüfung abgeklebt. Ob das Modell nun ein Ausscheidungsgrund gewesen wäre, würde einer eingehenden Prüfung anhand der Ausschreibungsunterlagen und Protokolle bedürfen.

    Wir bedauern das Ausscheiden der Teilnehmerin sehr, empfehlen aber allen KollegInnen dringend eine genaue Kontrolle sämtlicher Wettbewerbsunterlagen, um Einsprüche rechtzeitig geltend machen zu können und eine rechtzeitige Abgabe der vollständigen Unterlagen zu gewährleisten.

    Architekt Dipl.-Ing. Martin Gruber
    Vorsitzender der Sektion Architekten

    Autor: Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Steierma

  • 1. Es wurde seitens des Auslobers festgehalten, dass Schaubilder, die gegen die Vereinbarung abgegeben werden, überklebt werden.
    2. Das Modell sollte in weiss abgegeben werden und nicht transparent, außerdem nur dreidimensional für die 1. Bauetappe und lediglich zweidimensional für den Rest. Auch dies wurde vom Auslober so ausgesandt.
    3. Es wurde bei der Begehung der Abgabeterim mit 2. Juli 16 Uhr vereinbart. Im Begehungsprotokoll stand dann fälschlich 12 Uhr.
    Ich habe dies leider übersehen und mich an die mündliche Vereinbarung gehalten.
    Leider wurde mein Projekt wegen zu später Abgabe ausgeschieden. Der Kammerjuror hat sich aus Zweifel bei der Kammer juristischen Rat geholt, und die Kammer plädierte für Ausscheiden.

    4. Manche formale Dinge werden sehr streng genommen, wie die angeblich zu späte Abgabe, hingen wird die Abgabe von Unterlagen entgegen der Ausschreibung wiederum akzeptiert und führt nicht zum Ausscheiden.

    Über die Qualität dieses Vrfahrens, die Interessensvertretung durch die Kammer und die Kollegialität des Siegers kann man sich nun selbst ein Bild machen.

    Autor: Elisabeth Lechner

  • Sämtliche, ausdrücklich nicht zulässige, Schaubilder wurden ausnahmslos, wie angekündigt, vor der Jury durch den Vorprüfer überklebt, und blieben unberücksichtigt! Siehe auch: Juryprotokoll.

    Autor: Arch.Dipl.Ing.Moßhammer

  • In Zeiten des Bestrebens, die Gleichstellung von Mann und Frau zu erreichen, ist der Begriff „Bauherrenpreis“ mehr als überholt. Ich weiß, jeder sollte vor seiner eigenen Tür kehren. Ja, auch ich bin nachlässig und wende die Genderform nicht konsequent an. Daher unterstelle ich auch der Ausloberin keine wie immer gearteten Absichten. Eines sollte dennoch längst klar sein: Sprache schafft Bewusstsein. Es gilt also zu handeln. Ich rege an, eine neue Wortkreation zu suchen, damit zwar nicht der Bauherrenpreis an sich, aber seine Bezeichnung bald Geschichte ist.

    Autor: Michaela Wambacher

  • Der Kommentar von Ute Angeringer-Mmadu am 10.7.2009 enthält einige wichtige Aussagen, die uns „urbanen Intellektuellen“ helfen könnten, jene undifferenzierte Larmoyanz zu überwinden, in die jede Fachveranstaltung und jedes Expert/innengespräch zum Thema Stadt letztlich abgleitet.
    Zum Typus Einfamilienhaus: „Außerdem ist es nicht mehr familienkonform…“
    Das ist eine funktionalistische Aussage. Natürlich wären die Wege der Kinder zur Schule, die Betreuung der Alten, das soziale Leben Jugendlicher in einer verdichteten Bebauungsform effizienter organisierbar, aber es geht beim Einfamilienhaus nicht um die effizienteste Form einer Funktionserfüllung, sondern um Lebensbilder, um gebaute Wunschvorstellungen. Auch wenn ein großer Teil der Familien irgendwann zerbricht, bzw. vom Standardmodell abweicht, so bleibt dennoch das Standardmodell das Ideal, und mit ihm das Einfamilienhaus - als Bild der selbstbestimmten, sozial integrierten Lebensgestaltung, als Bild des „Zuhause“. Erst wenn wir diese Tatsache akzeptieren, können wir praktikable - und nachhaltigere - Alternativen erarbeiten.
    „Katschnig-Fasch: “…es in erster Linie an einer Kultur des selbstverantwortlichen Miteinanders fehle.“
    Damit hat sie tatsächlich den Punkt getroffen. Denn: wir haben in Österreich auf der einen Seite eine relativ gut ausgereifte Kultur des Miteinanders auf der Basis obrigkeitsstaatlicher Regelung, auch im Wohnen (Stichworte: Wohnanlage, Hausmeister), und auf der anderen Seite eine bunte, geradezu anarchische Szene der selbstverantwortlichen Organisation (Stichworte: Häuselbauer, Pfusch). Was wir leider im Wohnbau gar nicht haben, ist das freiwillige Zusammenwirken von städtischen Menschen, die selbst etwas herstellen. Unsere Zivilgesellschaft wird nur dann aktiv, wenn es darum geht, Unterstützung durch den als allmächtig wahrgenommenen Staat einzufordern. (In diesem Sinn sollten sich übrigens alle an Baugruppen Interessierten kritisch mit dem Thema „Förderung“ auseinandersetzen.)
    …dass der Wohnungsmarkt noch so weit zufrieden stellend ist, dass der Leidensdruck, selbstständig neue Wege zu suchen, fehlt.“
    Tatsächlich ist die Nachfrage nach neuen Formen urbanen Wohnens im wesentlichen eine Nachfrage nach einer anderen Qualität, einem neuen Produkt. Normale, gut gedämmte und belichtete Wohnungen mit ausreichend Garagenplätzen sind am Markt reichlich vorhanden, und das Preisniveau ist nicht zuletzt dank öffentlicher Förderung vergleichsweise moderat. Der Grund, warum sich in Deutschland eine rege Baugruppenszene entwickelt hat, liegt hauptsächlich darin, dass nach der Wende die institutionelle, staatlich geförderte Wohnbauproduktion zum Stillstand gekommen ist und die urbane Mittelklasse selbst aktiv werden musste.
    Wied: „Bauen wir uns das eigene Stück Stadt statt des Eigenheimes."
    In diesem Satz stecken mehrere elementare Aussagen: Erstens, dass es Menschen gibt, für die das Einfamilienhaus nicht in Frage kommt - etwa weil sie nicht im Familienverband leben, weil sie urbane Lebensvorstellungen haben, weil sie nicht täglich mit dem Auto fahren möchten. Zweitens, dass in der Stadt, wie wir sie haben, die Alternative zum Eigenheim nicht zu finden ist. Es gibt nur - plakativ ausgedrückt - öde Geschoßbauten profitorientierter Bauträger, spießige Genossenschaftsanlagen, miefige Altbestände in der Hand gieriger Spekulanten. Es fehlen die selbst gestaltbaren Außenräume, die Möglichkeit der evolutiven Herstellung, es fehlt die soziale Kohärenz, die allein das Suburbane verspricht. Drittens, dass man sich folglich diese Stadt, die eine Alternative zum Einfamilienhaus enthält, selbst machen muss. Dass nicht erwartet werden kann, dass gewinnorientierte oder gemeinnützige Bauträger diese Alternative bereitstellen. Die Gewinnorientierten tun es nicht, solange es in anderen Segmenten mehr zu lukrieren gibt, und die Gemeinnützigen tun es nicht, weil es nicht ihrem Selbstverständnis entspricht, das allerorts auf dem bauwirtschaftlichen Funktionalismus beruht. Und beide Sektoren tun es nicht, weil jene kleinteilige und vielfältige Produktionsform, die eine urbane Alternative zum Einfamilienhaus erfordert, wirtschaftlich uninteressant ist.
    Natürlich ist mit diesen Erkenntnissen noch kein Problem gelöst, aber man hat, wenn man sich bei diesen Fragen einig ist, doch eine bessere Ausgangsbasis, etwa die, dass man vor allem an der Akzeptanz des Systems Stadt arbeiten muss. Stichworte: kleinteilige Produktionsform, Qualität des öffentlichen Raums, angemessene Dichte,…

    Johannes Fiedler, fiedler@arch-urb.at

    Autor: Johannes Fiedler

  • Interessanterweise fordern immer jene den Weg hin zum Wohnsilo die entweder selbst mit so einer Wohnsituation zufrieden sind oder aber weitab im grünsten Grünen zu Hause sind. Dass hier die Zwangskeule gegenüger den Häuslbauern aufgefahren wird, zeugt nur von der Ignoranz, die Raumordnung/Stadtplanung Wohn- und Lebensbedürfnissen entgegenbringt. Es wird nicht nach den Ursachen gesucht, sondern auf Wirkung gedrängt.

    Finanzielle, soziale, gesundheitliche und sonstige Aspekte die Leute dazu bewegen sich in Richtung Einfamilienhaus und ins Grüne zu bewegen bleiben vollkommen unangedacht, denn "man" macht sich ja nur Sorgen um die Raumplanung, d.h. in der Praxis möglichst viele spektakuläre Projekte in den urbanen Raum zu knallen um sich damit ins Rampenlicht zu stellen - leben müssen dann ohnehin die anderen damit, auch wenn es nicht mehr lebenswert ist.

    Auch die Causa Reininghaus ist hierbei völlig unausgegoren und es schwant zumindest mir schlimmes, denn Verantwortliche, die schon seit geraumer Zeit die Stadtplanung an die Wand karren, sind nach wie eifrig vor am Werken.

    Vom Spagat zwischen Erhalten, Verändern bis hin zum Neugestalten ist man in Graz jedenfalls noch Lichtjahre entfernt, denn man fährt hier vorzugsweise mit der Stadtplanungskeule durch bestehende Stadtstrukturen, zerstört Wohn- und Lebensraum und ist dann total erstaunt, warum es denn noch immer Leute ins Grüne zieht.

    Architekten und Stadtplaner machen sich mitsamt den Verantwortlichen lediglich Gedanken um das jeweilige Projekt. Inzwischen geht es in Graz nur mehr darum, dass diverse Betonklötze, Waschbrettblöcke und derzeit aktuell schiefe glasverbrämte Plattenbauten eine "gute" Ansicht bieten, auch wenn es den meisten Betrachtern beim Anblick den Magen umdreht. Wann bequemt man sich eigentlich endlich dazu in Zusammenhängen zu denken, Fragen und Problemstellungen vernetzt zu behandeln, Stadtplanung als Planung für die "Stadt" und ihre Weiterentwicklung, ihr Weiterbestehen und nicht für irgendwelche Projektkörndln im Stadtschotterhaufen als Momentaufnahme zu betrachten?

    Stadtplanung ist in Graz zum Instrument der Heuschrecken verkommen und hat mit dem eigentlichen Zweck kaum mehr etwas zu tun! Vor einer Heuschreckeninvasion haben Menschen schon seit Generationen die Flucht angetreten und sei es nur in Richtung Einfamilienhaus.

    Autor: S.R.

  • Die GBG als Gesamtes hat an der Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses geglaubt und ist daher mit Arch. Wolfschwenger einen Weg in der Abwicklung gegangen, der auf Seite des Auftraggebers einen Vertrauensvorschuss und auf Seite des Planers eine Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung vorausgesetzt hat. Die Rolle des Bauherrn – egal ob öffentlich oder privat – ist es wohl nicht, das Leben des Architekten zu erleichtern. Genauso, wie ich es als Vertreter eines öffentlichen Auftraggebers auch nicht erwarte, es mit den Architekten oder anderen Planern immer einfach zu haben.
    Das gebaute Ergebnis verdient eine Gratulation an alle Beteiligte, darunter auch Hubert Wolfschwenger, der ich mich hier gerne anschließe.

    Autor: Rainer Plösch

  • Nur unter einer Bedingung hätte ich nichts gegen den Rückkauf der Thalia durch die Stadt Graz einzuwenden: wenn sie nämlich aus dem verpfuschten Bauwerk ein Mahnmal machen würde (dazu wäre allerdings ein gehöriges Maß an Selbstkritik nötig ...), das daran erinnert, wie man es nicht macht, schon gar nicht an einem derart sensiblen Ort mit denkmalgeschützter Architektur bzw. was herauskommt, wenn man statt eines offenen Architekturwettbewerbs in Kooperation mit der Kammer ein geladenes Gutachterverfahren mit 3 Teilnehmern ohne Kooperation mit derselben macht. Eines sei Herrn Bgm: Nagl ins Stammbuch geschrieben: Vergib Superedifikate nur an seriöse Investoren, die nicht nur das schnelle Geld im Blick haben! Im Fall der Acoton und Superedifikat für den Andreas-Hofer-Platz ist der Zug allerdings leider schon abgefahren.

    Autor: B. Bertold

  • die anderen 10 Mio nur wenn Politiker Hausverbot bekommen bitte

    Autor: Werner Swoboda

  • für ein Fitnessstudio bei freiem Eintritt für alle Steuerzahler in den nächsten 30 Jahren ...? - also wirklich notwendig ist das nicht in dieser grausligen Hütte - aber meinetwegen OK !

    Autor: Werner Swoboda

  • ..ebenso gratulation an den kollegen!..ist ja bei weitem nicht immer einfach mit den auftraggebern- besonders wenn sie von der öffentliche seite kommen!
    viktor jung

    Autor: arch di viktor jung

  • es freut mich, daß hier alles gelungen ist - ein teil in der gbg hat ja nicht immer daran geglaubt, was das leben des architekten nicht unbedingt erleichtert hatte. danke hubert wolfschwenger es stärkt unsere argumente.
    1) wettbewerb
    2) auftrag incl. öba an den gewinner/architektIn des wettbewerbes

    Autor: feyferlik

  • ..und wenn ich die worte der politiker + beamten in diesem zusammenhang lese...?..ja dann kann man den angeführten personen eine gehörige portion an weltfremdheit + naivität sicher nicht absprechen!

    ..wie heisst es so schön:..wo ka geld, do ka musi!

    Autor: arch di jung

  • ..mit verlaub: dieses projekt war von anfang an nicht nur eine , sondern zwei nummern zu gross für graz!
    hier stimmten rein kalkulatorisch die basisziffern "grösse der stadt" mit den erforderlichen investitionen + risiko überhaupt nicht überein!
    ..ein derartiges projekt kann man in städten über 1 mio einwohner ins auge fassen, aber nicht in graz!
    ..im klartext: war eigentlich nie richtig ernst zu nehmen..!

    Autor: arch di viktor jung

  • Ich kann (und will) Günter Eichberger nicht verteidigen. Wer bin ich denn, das zu können (und zu wollen)? Im Gegenteil zolle ich dem Schriftsteller Günter Eichberger im allgemeinen und für seine Arbeit auf und für GAT meinen vollen Respekt. Dass das Genre der Glosse mit inhaltlicher Ironie, Zynismus vielleicht, oder Polemik verbunden ist und in seinen Ursprüngen aus den handschriftlichen Randbemerkungen der gerade Lesenden an Handschriften und Druckwerken stammt, glaube ich zu wissen. In diesem Sinn frage ich dich, liebe Karin Tschavgova, der ich zumindest ebensolchen Respekt zolle, ob diese Randbemerkungen zu rezenten Problemen um „Architektur/Lebensraum/Stadtplanung“ in literarischer und nicht knöchriger Journalistenform und aus der Sicht des polythematischen Schriftstellers Günter Eichberger nicht vielleicht doch eine Bereicherung für GAT darstellen? Eine Bereicherung vor allem, die über die zu befürchtende Monokausalität auf GAT hinausreicht? Darf ich zum wohlweislich fiktiven Zynismus Eichbergers, die Innenstadt gleich einzureißen und neu zu bauen, anmerken, dass der Hl. Le Corbusier genau solches dem Vichy-Regime betreffend Paris unterbreitet hat? Ist das nicht ein Verweis auf Architekturgeschichte, die Eichberger subtil und ohne mit schwerem Hammer draufzuhauen im Hintergrund seines Texts – oder zwischen den Zeilen, wie es auch Merkmal der Glosse ist – mitdenken lässt? Angesichts der Situation in Graz – und anderswo ist’s wohl ebenso – halte ich Eichbergers Texte gleichermaßen für Denkhilfen wie optische Hilfsmittel, die freie (!) Sicht aus einem anderen, überspitzten oder überhöhten Standpunkt möglich machen. Man muss nur sehen und lesen können (und wollen). Andernfalls wären wohl auch meine Sonntagsgeschichten, Beiträge zur bildenden Kunst und anderes mehr auf GAT verloren oder, wie es in Melvilles „Schreiber“ heißt, forlorn.

    Herzliche Grüße von Wenzel Mraèek

    Autor: Wenzel Mracek

  • Ich kann (und will) diese undifferenzierten, auf billige Lacher schielenden Glossen auf GAT nicht mehr lesen. Sie sind zusammengeschustert aus Unwissenheit (die reaktionäre Altstadtkommission!), Halbwissen und dem Gieren nach Originalität. Sie sind ein Nullsummenspiel (das dem GAT Kosten für ein Autorenhonorar verursacht, nicht mehr) weil sie Themen nie differenziert beleuchten, ja, nicht einmal als Denkanstoß taugen in ihrer Inhaltsleere. Ja, über die Rolle des Bürgermeisters als Stadtplanungschef könnte man diskutieren, auch eine dem Charakter nach überspitzte Glosse ließe sich darüber verfassen – aber bitte doch nicht so unbedarft und oberflächlich. In der Grundtendenz höre ich aus diesen Machwerken auch jedes Mal eine fortschrittsverweigernde, neue Tendenzen ablehnende Haltung heraus, die daher zu kommen scheint, dass der Autor offensichtlich das Bedürfnis hat, „nach dem Maul“ des Volkes zu schreiben. Darum bitte Schluß mit diesem niveaulosen Geschreibsel, das der Sache Architektur/Lebensraum/Stadtplanung usw, der GAT doch verpflichtet ist, nicht dient.

    Autor: Karin Tschavgova

  • Ja zu einer qualitativ hochwertigen Umsetzung der Kindergartenoffensive. Warnen möchte ich aber vor einem amateurpädagogischen Besserwissertum der Architekten. Wir wollen uns zu Recht nicht in unsere Gestaltungskompetenz hineinpfuschen lassen, sollten es aber auch tunlichst unterlassen, in pädagogischen Fragen es besser zu wissen zu glauben als die Fachleute auf diesem Gebiet. Pädagogische Konzepte - und dazu zählt alles von der Gruppengröße bis zum Für und Wider des gemeinschaftlichen Zähneputzens - fallen sicher nicht in die Kompetenz des Architekten. Hier anmaßend und überheblich aufzuteten, kann aber dem Vertrauen der prospektiven Bauherrn kaum förderlich sein.

    Autor: Matthias Kahlert
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