Recent comments


  • Die Revitalisierung des "Schweizerhauses" stammt von Architektin Ulrike Wallnöfer, Graz, einer für ihren sensiblen Umgang mit wertvoller Bausubstanz bekannten Kollegin, die im Dezember 2020 von uns gegangen ist.
    Anbei ein Link zu einem Video, in dem sie über diese Arbeit und denkmalgeschützte Gebäude im Allgemeinen spricht: https://www.youtube.com/watch?v=wj02HGBUpqA
    Schauen Sie sich das an, ehe Sie beurteilen.
    Karin Wallmüller

    Autor: wallmueller

  • Man kann nur sagen: ja das stimmt!

    Ob Parkplatz von Lebensmittelhandelsketten oder die Umsetzung von Wettbewerben (Ihr Artikel Reininghaus Q7), Bebauungsplänen und Co, es fehlt schlichtweg am Projektmanagement.
    Die fünf Phasen sind für alle gleich:
    1) Vorbereiten
    2) Initiieren
    3) Planen
    4) Steuern
    5) Abschließen

    Die ersten drei Punkte werden mehr weniger passabel abgearbeitet.
    Bei Punkt 4 "Steuern" haben wir dann schon unsere Probleme:
    Arbeitsfortschritt prüfen
    Ergebnisse und Qualität prüfen
    ...

    Beim Punkt 5 "Abschließen" fehlt es dann meist komplett (ich spreche nicht von den Bauträgern)
    Projektabnahme
    Abschlußmeeting
    Abweichungsanalyse
    Erfahrungssicherung
    usw.

    Das erinnert fast ein wenig an die EU-Konvergenzkriterien. Große Planung und Vorgaben, event. wird es noch geprüft und festgehalten, nur Konsequenzen gibt es defacto keine.

    Im Architekturbereich ist es ähnlich. Große Vorgaben und Wettbewerbe (die sich übrigens im Wettbewerb tlw. schon nicht an die eigenen Vorgaben halten), seitens der zuständigen öffentlichen Stellen. Dann wird gebaut (meist sehr gutes Projektmanagement) und dann nach Fertigstellung, große Stille...

    Niemand (es mag schon Einzelfälle geben) überprüft die Einhaltung der Vorgaben. Das erklärt auch den meist sehr großen Unterschied aus Wettbewerbsergebnis und tatsächlicher Umsetzung.
    Beim Versiegelungsgrad, Anzahl der Bäume usw. wird es offensichtlich.

    Bleibt zu hoffen, dass der Fokus und die Budgetaufteilung (Personal und deren Aufgabengebiet) vernünftiger auf den gesamten Projektmanagementprozess aufgeteilt wird.

    Qualitätssicherung braucht die Punkte und das dazugehörige Personal für „Steuern“ und „Abschließen“!

    Autor: Nikolaus Fedl

  • Die beiden seitlichen Anbauten an das Schweizerhaus würden sich auch für ein "Minus" eignen. Sie sind grauenhaft. Wer macht solche unsensiblen, weniger als mittelmäßigen Planungen? Wer genehmigt so etwas? Wer als Bauherr lässt sich so eine Scheußlichkeit einreden und gibt dafür noch Geld aus?

    Autor: Stadtwanderer

  • Siehe Billa in der Waltendorfer Hauptstraße, wo davor ein alter kleiner Bauernhof mit Scheune und Obstgarten stand und die Genehmigung zur Neubebauung vermutlich gebunden wurde an die Auflage, (neben der alten Alleebepflanzung) etwas Grün und 4 Bäume am neuen Parkplatz zu pflanzen. Drei der vier Bäume sind eingegangen - aus Mangel an Pflege? - und wurden risch-ratsch umgeschnitten, Baumstümpfe belassen und nie eine Ersatzpflanzung vorgenommen.
    Allgemein beobachte ich seit Jahren, dass bei Neubebauung eigentlich nie die Anzahl der für den Bau, die Siedlung, umgeschnittenen Altbäume neu gepflanzt werden, und wenn in der Zahl, dann nicht in der Qualität. Gepflanzt wird vielleicht ein kleines Kronenbäumchen, das dann noch jährlich auf horizontale Krone zurechtgestutzt wird. Wie ich sie hasse! Außerdem: müsste nicht die doppelte Anzahl der alten Bäume nachgepflanzt werden, die weichen mussten?

    Autor: Tschavgova

  • Ich gebe Ihnen recht dass meine letzter Satz missverstanden werden kann und ich da ein wenig über das Ziel hinaus geschossen bin und emotional geworden bin. Ich will selbstverständlich niemanden einschüchtern (Ich schreibe ja auch unter meinem Klarnamen) und möchte mich dafür auch entschuldigen.
    Kritik ist natürlich immer angebracht und notwendig.
    Ich würde mir aber auch wünschen wenn bei allen Problemen auch die positiven Seiten dieses Projektes gezeigt werden.

    Autor: DI Dominik Weißenegger

  • Ihre Kritik lässt auch nicht gerade Objektivität vermuten. Worin sehen Sie i n den Abbildungen "die Methodik der tristen verzerrten Fotografie"? ich sehe ganz normale Bilder, die, an der Bebauung entlanggehend, an einem Tag wie heute, grau und ohne Sonne, aufgenommen sein könnten, ohne Verzerrung. Sie gehen offensichtlich nicht mehr zu Fuß am Straßenrand, ich schon.
    Es ist auch typisch für die Provinzialität hier, dass nie inhaltlich am Punkt diskutiert werden kann. Frau Lechner hat nicht den Wohnungsbau kritisiert in diesem Format, das kurz und bündig ein Minus oder ein Plus vergibt für Dinge, auch kleine, die in der Stadt- oder Dorfentwicklung halt nicht so optimal laufen. Sie hat die Kritik, so, wie ich sie verstanden habe, auch gar nicht an den Wohnungsbau oder die gesamte Arbeit des Architekturbüros adressiert, sondern ganz konkret zu 2 Punkten, von denen ein Punkt sogar erklärend, entschuldigend? vom Bauträger beantwortet wurde mit dem am Ende fehlenden Geld. Also, was soll ihre verzerrende Kritik an der punktgenauen Kritik. Und was soll das ironische "Vielen Dank und weiter so!" Soll das eine Einschüchterung für Frau Lechner sein, ihre immer genau beobachteten kritischen Anmerkungen zu Fehlentwicklungen in Stadt und Land sein zu lassen?
    Das würde mir nicht gefallen. Nur weiter so, Frau Lechner, denn es geht um eine gedeihliche Entwicklung unserer Stadt.

    Autor: alter Langzeit-Beobachter

  • Lieber Wolfi, lass doch mal die armen Renderings in Frieden !

    Autor: Armin Haghirian

  • P.S.
    Ihr Bild mit dem gar nicht reißerischen Titel "Wohnungen mit Blick auf Müllplatz" müsste eigentlich "Geschlossener Laubengang mit Blick auf Müllplatz an der lärmexponierten Wetzeldorfer Straße" heißen.
    Die Wohnungen in diesem Bauteil sind nämlich auf die schallabgewandte und sonnige Seite orientiert.

    Autor: DI Dominik Weißenegger

  • Echt jetzt?

    Wenn man nur will findet man das sprichwörtliche Haar wohl in jeder Suppe. Man könnte ja auch einen Artikel schreiben und einmal damit beginnen was dort alles sehr gut funktioniert.
    - Oder mit einer Bewohnerin oder einem Bewohner sprechen und herausfinden ob der Stadtplatz beispielsweise wirklich so daneben ist.
    - Oder darüber schreiben wie die wohlproportionierten Höfe einen sanften Übergang zwischen dem öffentlichen Raum und den privaten Gärten schaffen.
    - Oder wie großzügig die Balkone sind und wie diese von den Menschen dort angenommen werden.
    - Man könnte auch schreiben dass sich die Gestaltung angenehm zurück nimmt und die Architektur dort den Menschen ihre Bühne bietet.

    Aber ich verstehe schon dass die Methodik der tristen verzerrten Fotografie besser funktioniert und einfacher zu bewerkstelligen ist. Ein Müllplatz und ein leerer Stadtplatz sind ja auch super Boulevardthemen. Bravo!

    Seltsam, ich sehe dort bei schönem Wetter eigentlich immer Menschen sitzen die sich ihren Platz aneignen. Von den spielenden und umhertollenden Kindern gar nicht zu sprechen.

    Es stimmt schon, die Müllplätze sind noch nicht sehr großartig. Aber die Hecken werden schon noch höher und ein stinkender Müllraum ist zumeist auch nicht erwünscht.
    Es ist immer wieder interessant wie kleine Probleme herausgenommen und aufgebauscht werden und dabei komplett auf das Gesamtkonzept und die Makroebene vergessen wird.

    Dieser Artikel ist ein Schlag ins Gesicht für ein engagiertes Architekturbüro und einen engagierten Bauträger.

    Vielen Dank und weiter so!

    Autor: DI Dominik Weißenegger

  • Weißbuch ist zu erstellen:

    Punktesystem für die Planungsgerechte bauliche Umsetzung.

    Genossenschaften, die projektiere Konzepte nicht in der
    Gesamtheit umsetzen, erhalten keine Fördermittel mehr !

    Es gibt Lösungen wenn der politische Wille da ist !

    So bleibt dieses Thema aber ScienceFiction.

    Autor: Anonymous

  • Am Anfang der Geschichte wurde der Mensch aus dem Paradies vertrieben; in der Folge blieb er ständig auf der Suche nach Ersatz. Sobald er aber ein neues Paradies gefunden hat, zerstört er es, indem er es dem Gesetz des Marktes ausliefert. Aber mit Paradiesen lässt sich nur ganz kurz Handel treiben. Die den Götzen Mammon anbeten, ist das egal. Aber: gehören wir nicht alle irgendwie auch zu dieser Sorte?

    Autor: Anonymus

  • Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich jetzt geglaubt, das ist meine eigene Idee, die ich in ein erstes Konzept eingezeichnet habe! Ich kenne auch Zürich als Musterbeispiel des öffentlichen Verkehrs; neben dem dichten S-Bahn-Raster gibt es 11 Tramstrecken und 5 O-Bus-Linien - eine U-Bahn wurde schon 1973 von den klugen Bürgern abgelehnt; sie erkannten, dass die Stadt dafür zu klein ist.
    Und wenn man Zürich mit Graz vergleicht, dann ist schnell klar, was bei uns fehlt: die im obigen Beitrag verlangte Ost-Spange für die S-Bahn mit der Fix-Station Landeskrankenhaus. Von dem dann entstandenen Kreis gibt es günstige Verbindungen in die Innnenstadt, die - je nach Variante bereits vorhanden sind oder noch hergestellt werden müssten. Es kämen eine enge (Gürtel) und eine etwas weiter außen liegende Trasse (ab dem Göstinger Nahverkehrsknoten) in Frage, die beste Lösung wäre durch Studien zu ermitteln. Aber auch die von den ÖBB schon lange ventilierte Südspange zwischen der Ostbahn und der Koralmbahn entlang der Südautobahn wäre unbedingt zu realisieren, damit auch das Magna-Werk angebunden ist. Ein relativ leicht herzustellenden Anschluss von Feldkirchen an die GKB-Trasse nach Seiersberg könnte Magna auch aus dem Südosten ideal anschließen. Das könnte auch die 13 niveaugleichen Kreuzungen im Stadtgebiet erübrigen und Teile des bestehenden Schienenstranges für den innerstädtischen Verkehr genützt werden.
    Es ist zu hoffen, dass jetzt die auch schon in Auftrag gegebene S-Bahn-Studie Klarheit schaffen kann. Wichtige Ziele in der Stadt sollten Pendler in jedem Fall ohne jegliches Umsteigen erreichen können.

    Autor: Anonymous

  • Zum 1.) Kosten werden üblicherweise VOR Baubeginn ermittelt durch Ausschreibung und Anbotseinholung. Nach der Vergabe sind sie verbindlich, außer es wurde die Ausschreibung schlampig oder falsch gemacht (siehe Gemeindezentrum Söding mit 50 Kilo Beton anstatt 50 Tonnen, Kl.Zeitung 3.03.2021) und es fallen daher unvorhergesehene Mehrkosten an. Kosten der Freiraumgestaltung müssten also von Anfang an, nach der Vergabe, in den Gesamtkosten enthalten sein. Was soll das Gerede/Geschreibsel von "Außengestaltung kommt halt zum Schluss dran"? Ist die Ennstaler eine so schlechte Kalkulantin? Wer macht die Ausschreibung?
    Außerdem 2.) Holzbau kostet vielleicht mehr, das mag stimmen, aber es gibt dafür in der Förderung Geschoßbau auch Ökobonuspunkte und ein Plus an Fördermitteln. Die gibt es für diverse ökolögisch nachhaltige Maßnahmen, auch für geringe Bodenversiegelung, für Regenwassernutzung und sogar für gemeinschaftsfördernde und Hygienemaßnahmen. Die offenen Müllplätze sind sicher nicht hygienisch, abgesehen vom täglichen Anblick.
    Zuletzt: warum und wie ist es im geförderten Sozialwohnungsbau Hummelkaserne (Reininghaus Süd) - Geschoßwohnbau in Holz - Architekt Simon Speigner gelungen, sowohl ein ordentliches kleines "Müllhaus" zu planen wie auch die gesamten Außenanlagen qualitätvoll zu gestalten und zu begrünen? Sogar einen Gemeinschaftsraum mit Terrasse gibt es dort.

    Autor: Tschavgova

  • Zum 1.) Kosten werden üblicherweise VOR Baubeginn ermittelt durch Ausschreibung und Anbotseinholung. Nach der Vergabe sind sie verbindlich, außer es wurde die Ausschreibung schlampig oder falsch gemacht (siehe Gemeindezentrum Söding mit 50 Kilo Beton anstatt 50 Tonnen, Kl.Zeitung 3.03.2021) und es fallen daher unvorhergesehene Mehrkosten an. Kosten der Freiraumgestaltung müssten also von Anfang an, nach der Vergabe, in den Gesamtkosten enthalten sein. Was soll das Gerede/Geschreibsel von "Außengestaltung kommt halt zum Schluss dran"? Ist die Ennstaler eine so schlechte Kalkulantin? Wer macht die Ausschreibung?
    Außerdem 2.) Holzbau kostet vielleicht mehr, das mag stimmen, aber es gibt dafür in der Förderung Geschoßbau auch Ökobonuspunkte und ein Plus an Fördermitteln. Die gibt es für diverse ökolögisch nachhaltige Maßnahmen, auch für geringe Bodenversiegelung, für Regenwassernutzung und sogar für gemeinschaftsfördernde und Hygienemaßnahmen. Die offenen Müllplätze sind sicher nicht hygienisch, abgesehen vom täglichen Anblick.
    Zuletzt: warum und wie ist es im geförderten Sozialwohnungsbau Hummelkaserne (Reininghaus Süd) - Geschoßwohnbau in Holz - Architekt Simon Speigner gelungen, sowohl ein ordentliches kleines "Müllhaus" zu planen wie auch die gesamten Außenanlagen qualitätvoll zu gestalten und zu begrünen? Sogar einen Gemeinschaftsraum mit Terrasse gibt es dort.

    Autor: Tschavgova

  • wieder einmal ein beweis, schönes helles buntes rendering im wb, eine jury ist beeindruckt und es folgt die graue ästhetik. teils von den planern selbst entschieden und die kosten müssen halt immer als ausrede herhalten.

    Autor: wolfgang feyferlik

  • Vielen Dank an Johannes Fiedler für diesen Beitrag. Jeder Satz ein Treffer!

    Autor: Anselm Wagner

  • Gut, dass Sie diesen Betrag geschrieben haben, Herr Fiedler. Habe eben einen längeren Beitrag dazu geschrieben- zur Studie und der Thematik-, habe ihn aber plötzlich verloren und kann ihn nicht mehr finden. Ich will das nicht mehr nachholen, aber den einen Aspekt dieses Textes möchte ich ergänzend darstellen:

    Ein Verkehrsnetz mit Straßen, Straßenbahnlinien, Buslinien ist eines der Instrumente, mit denen räumliche Entwicklungen beeinflusst und gelenkt werden können. Meist sind diese Netze schon so weit gediehen, dass ein Weiterführen geradezu kontraproduktiv ist. Das gilt besonders für den Individualverkehr.

    U-Bahn Linien eröffnen ganz neue Wege. Sie betreffen eine schnelle unterirdische Erschließung von Arbeitsplätzen, Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung, des Gesundheits- und Bildungswesens, der Erholung u. a., die sie mit Wohnen vernetzen. Das ist ein großer Gewinn, wenn er auch beschränkt ist - wenn ich es richtig verstehe -, dass Stationen innerhalb von maximal 20 Minuten zugänglich sein sollen. (Für mich ist das etwa die Distanz von der Glacisstraße bis zum Roseggerghaus in der Annenstraße. So weit würde ich zu keiner U-Bahnstation gehen).

    Aber das ist nur ein Aspekt, für mich ein erfreulicher, wenn auch sogar untergeordneter. Der wesentlicher Aspekt liegt im Potenzial, das jede U-Bahnstation für zukünftige Entwicklung örtlich bietet und das gesamte Liniennetz für den städtischen Siedlungsraum insgesamt. Zusammen mit einem regionalen S-Bahnnetz kann man auf dieses Weise Regional- und Landesplanung betreiben. Investitionen des öffentlichen und privaten Sektors folgen einem Metrosystem, unabhängig davon, ob das bedacht ist oder nicht.

    Mit möglicherweise oberflächlicher Kenntnis der Studie habe ich den Eindruck gewonnen, dass dieser Aspekt nicht entsprechend berücksichtigt worden ist. Auch die involvierten Personen weisen darauf hin.

    Vielleich schreibe ich dazu. Doch was nützte es?

    Autor: Bernhard Hafner

  • Vielen Dank für die wahren Worte!
    Gestaltungsbeirat gibt es in den betroffenen Gemeinden keinen mehr! Es bleibt der Baubehörde überlassen das Ganze zu beurteilen.

    Autor: Anonymous

  • Danke für den Betrag, und die Schilderung der traurigen Entwicklung. Vor ein paar Jahren gab es schon einzelne Irritationen, heute haben wir aber, so fürchte ich, schon verloren. Und wie überall: der Gestaltungsbeirat kann bei Willigen (Bauwerbern und Gemeinden) Verbesserungen bewirken. Bei diesen "Kalibern" ist er leider machtlos.
    "In einer Domäne werde ich ihn nicht kaufen, genauso wenig, wie ich in einem Chalet oder einer Luxussuite nächtigen werde" Dem kann ich nur zustimmen, frag mich nur wer das eigentlich will ...

    Autor: Johannes Haberl

  • Frau Czermak, ich kann Ihren Worten nur beipflichten, besser hätte ich es nicht formulieren können. Die Idee des Kulturerbes finde ich großartig. Wer verfolgt diesem Gedanken. Im gesamten Viertel sind ja schon fürchterliche Sünden begangen worden. Der Fraß schreitet voran.Für eine Stadt die Weltkulturerbe Stadt ist, ist es eine Schande wie mit diesem Erbe umgegangen wurde und wird. Wir wissen, dass es in Graz ein Baunetzwerk gibt, deren Baugesinnung "Schachteln sind" und "Verdichten" heißt . Schon Dr. Friedrich Bouvier, bis 2007 Landeskonservator, schrieb in "Die gefährdete Gartenstadt" von: "Profitgier, gepaart mit unzureichenden gesetzlichen Regelungen, lässt in letzter Zeit in erschreckendem Ausmaß die Bebauung von begrünten Innenhöfen und Villengärten zu. Eine viel zu hohe erlaubte Baudichte leistet der Zerstörung der Grazer Grünressourcen besorgniserregenden Vorschub. Die negativen Beispiele häufen sich, wie etwa die Errichtung eines Bürohauses in der wohl nobelsten Grazer Villenstraße, der Schubertstraße.Vorhandene Schutzmechanismen sind unzureichend und wirkungslos.

    Autor: Neu
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