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BRAUCHT DAS LAND STEIERMARK

BAUPOLITISCHE LEITSÄTZE WENN DABEI DAS VERFAHREN LFS GROTTENHOF HERAUSKOMMT - SCHADE UM DIE ZEIT !

Wenn man darüber nachdenkt wie das gleiche Amt der Steiermärkischen Landesregierung für "Verkehr und Landeshochbau", in der die baupolitischen Leitsätze des Landes Steiermark verwaltet werden, ein Verfahren der mehrstufigen Ausbeutung von Architekturleistungen auslobt fragt man sich, ob sich die eingesetzten Steuergelder hier nicht gegenseitig aufheben. Die in der Auslobung geforderte Seite 4 von 50: "Einhaltung der baupolitischen Leitsätze des Landes Steiermark" ist wohl eher für den Auslober als für die Teilnehmer gedacht. Durch einen vermeintlichen Vereinfachungsgedanken wurde der Landeshochbau durch den Verkauf an die LIG zu einer verwechselbaren Immobilie ohne Nachhaltigkeit. Diese ist nach anfänglicher engagierter Anstrengung auf wenige Personen ohne Anspruch geschrumpft und eigentlich gar nicht mehr existent.
In zivilisierten Staaten gibt es das Instrument des Architekturwettbwerbes bei dem die Architektinnen und Architekten ihre Ideen einbringen, weil Sie wissen dass Sie kompentent und nach fairen, transparenten Regeln beurteilt werden. Dies war und ist immer noch der beste Nährboden für gute Lösungen in hoher Architekturqualität. Auch junge Architekten können so ihre Kompetenz beweisen. Warum einige immer wieder das Rad, vor allem möglichst eckig, neu erfinden wollen, um nur ja keine freien Ideen mehr aufkommen zu lassen kann man als sozialer und kultureller Mensch nicht mehr nachvollziehen. Eine Gesellschaft die ihre eigenen Wünsche, ihre Freude an der Schönheit und auch ihre Wurzeln abschneidet wird keine friedvolle Entwicklung nehmen.

Der Grottenhof hat sich einen fairen Architekurwettbewerb verdient !

Wir haben die Aufgabe, unser kulturelles Erbe für die nächsten Generationen weiterzuentwickeln und weiterzugeben. Ob man dabei soviel oder sooviel auf Kosten Andererer gespart hat interessiert in Zukunft Niemanden. Die jetzige Epoche des Landeshochbaus und seine Verwalter werden mangels Qualität der Vergessenheit anheimfallen. Scheinbar durchlebt die Steiermark eine reversible Zeit.

Im Nachsatz einige Anmerkungen zur Auslobung:

4.1.3 Pflichtreferenz
"Baukosten 10 Mio €"
...schränkt den Bewerberkreis, auch was die Kreativleistung angeht, stark ein, ist das "Wettbewerb"?

4.2 Auswahlkriterien
"Die Abgabe von Referenzen dient der Auswahl, ist nicht verpflichtend und führt im Falle der Nichtabgabe oder der nicht - Eignung nicht zum Ausscheiden, da wohl kaum ein Bewerber für alle Bereiche Referenzen liefern kann. Dieselbe refernz kann auch für mehrere Kategorien vorgelegt werden. Nicht vorgelegte oder nicht geeignete Referenzen werden mit 0 Punkten bewertet. Für die einzelnen Referenzen zu den Kategorien A1 bis A5 werden max. 10 Punkte vergeben. das ergibt in Summe eine max. Punkteanzahl von 100 Punkten, wenn zu jeder Kategorie zwei geeignete Referenzen vorliegen, die mit der max. Punkteanzahl bewertet werden. " ??????
Zuviele mögliche Referenzen (Quantität statt Qualität) erzeugen eine unklare Punkteverteilung und damit eine unklare Entscheidungssituationen.
Auch gab es zB in der Vergangenheit nicht allzuviele landwirtschaftliche Fachschulen zu planen, was die Auswahl stark einengt, wozu dann der Aufwand ?

A6 "Werden mehr als zwei Referenzen abgegeben, so wird der Auslober zufällig zwei auswählen und die anderen unberücksichtigt lassen, selbst wenn die ausgewählten nicht geeignet sind" ?????
Zuviele mögliche Referenzen (Quantität statt Qualität) erzeugen eine unklare Punkteverteilung und damit unklare Entscheidungssituationen.
Wünscht man sich zufällige Entscheidungen, weil qualitätvolle schwieriger sind ?

5.1 Auswahlgremium
Es fehlen freiberufliche (=weisungsunabhängige) Architekten mit praktischer Inspiration und Berufserfahrung. Beamte können das nicht leisten.
Phase 2 Wettbewerbsphase
Ist das ein Architekturwettbewerb nach den Regeln der gesetzlichen Berufsvertretung ??
Wie setzt sich das Preisgericht zusammen ?
€ 8.333 netto Entschädigung ist in keinster Weise angemessen

Phase 3 Mehrstufiges Verhandlungsverfahren mit short listing
"4- 6 ausgwählte Bieter werden zur Konkretisierung ihres Entwurfs und nach einem short- listing auf 3 Bieter zur Abgabe einer vertieften Kostenermittlung und eines Genaralplanerangebotes eingeladen"
€ 4.166 netto ist auch für diesen Aufwand in keinster Weise angemessen
Eine Konkurrenz aus eingeschränktem Bewerberkreis, mit Zufallspunkten mathematisch ermittelt, einem "Wettbewerb"(?), der aus 6 Bietern letztendlich 3 Angebote macht stellt wirklich kein Ausscheidungsverfahren mehr nach notwendigen qualitätvollen Standards dar.

Der Hinweis zur Einhaltung der baulpolitischen Leitsätze des Landes Steiermark sollte wegen Nichteinhaltung des Auslobers im eigenen Verfahren aus dem Auslobungstext entfernt werden.

Schade um diese schöne und für das Land Steiermark wichtige Aufgabe !

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