Reply to comment

Es geht nicht um Kritik an einem Textverfasser

Liebe Michi,
leider muss ich, wenn du dich strapaziert (?) fühlst durch meine Kritik und öffentlich meinst, dass du meine öffentlich gemachte Kritik unkollegial und unprofessionell findest, auf eben diesem Weg öffentlich antworten. Zuerst eine Frage: was wäre professioneller gewesen an einem Kommentar von mir im GAT-Nachrichtenblock? Glaubst du, dass ich dort anders geschrieben, eine andere Meinung vertreten hätte? Dann: für mich ist die Kritik an diesem vermutlich bestellten, sogenannten Bericht eben KEIN Anlass für eine interne Kritik an der Qualität des Artikels von Martin Grabner, weil meiner Überzeugung nach dahinter etwas steckt, wogegen wir, denn ich glaube auch du (zumindest in der letzten Phase deiner Arbeit für Gat, bevor du gegangen bist) uns immer vehement gewehrt haben – nämlich gegen einseitige Vereinnahmung und die Absicht, Gat nur mehr zu unterstützen, wenn Gat willfährig, das heißt, ohne kritisches Hinterfragen, arbeitet/schreibt. Ich glaube nicht, dass ich falsch liege und unsinnig, anlasslos Geister heraufbeschwöre, wenn ich vermute, dass Gat mit diesem Artikel bewusst instrumentalisiert werden sollte. Gab es einen Auftrag zum Schreiben dieses Beitrag gerade am Tag des Symposions von Seiten von Gat oder von anderer Seite? Diese Frage stelle ich jetzt ganz offiziell- wieder in einem Kommentar als Antwort auf den Artikel und deine Reaktion auf mich.
Meiner Meinung, ja, Überzeugung nach sind solche Berichterstattungen nicht so harmlos, wie sie daherkommen, denn da wird jemand benutzt, um politisch Meinung zu machen – um sich letztlich auch Gat zu unterwerfen. Oder nicht? Kann man, wenn man die Begehrlichkeiten von Verantwortlichen in der Verwaltung und Politik „nach einer guten Nachred“ so unkritisch erfüllt, noch unabhängig und frank und frei auch nicht konforme, widerständige Meinungen veröffentlichen? Hinter solchen Bestellungen steht doch, sehen wir das doch ungeschönt, eine klare Absicht. Gleichschaltung nennt man das und meint damit dann meist die Kronenzeitung, in der Herr Faymann gut wegkommt, weil er dort Inserate schalten lässt - oder umgekehrt.
Wird Gat dann noch freien Geists protestieren können gegen den heutigen Abriss des Tramwartehäuschens von Irmfried Windbichler in der Sparbersbachgasse und vor allen gegen die Form und das Procedere, mit dem dieser Abriss angeblich über die Köpfe von Brugger/Bundesdenkmalamt, Bogensberger als HDA Vertreter und anderen, die sich dafür eingesetzt haben, dieses stehenzulassen und eine Lösung finden und erreichen wollten, die konsensualer erfolgt als der heute ohne Vorankündigung erfolgte Abriss, hinter dem vermutlich Herr nagl steht. Diese Vermutung ist übrigens nicht von mir, sondern mir mit mehreren Hinweisen zugetragen worden – sollte man dieses vielleicht auch lieber intern/leise besprechen, in einer geheimen Sitzung oder auf neutralem Boden in einem der 08/15 Wartehäuschen, die dort jetzt aufgestellt werden. Vor wenigen Minuten haben die Studierenden zu einer Trauerfeier am früheren Ort des Wartehäuschens aufgerufen – ich werde hingehen, obwohl ich ganz persönlich diesem Objekt keine Träne nachweine. Ich werde hingehen, um gegen die undemokratische, despotische Art der Entfernung desselben zu protestieren. Oder darf ich über diese nur still trauern und mich künftig nobel zurückhalten, um dir nicht als unprofessionell zu erscheinen?

Reply

The content of this field is kept private and will not be shown publicly.

CAPTCHA

This question is for testing whether you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.
Kommentar antworten