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offensiv-offensive grünraumoffensivenbewerbung

werte redaktion, liebe karin,

zum heute auf gat erschienen bericht von martin grabner zum vorhaben "grünraumoffensive" der stadt graz gibt es auf gat einen beitrag, der in aller gebotenen kürze ein mindestmaß an kritischem blick auf und kritischer analyse über das verbalisierte, aber noch in keinem punkt realisierte vorhaben der stadt, grünraum zu sichern und zu schaffen, aufweist - meine zweite "aber hallo" kolumne vom 3.11.2013. ich erwarte, dass diese mit dem heutigen beitrag verlinkt wird, der eine reine wiedergabe der behaupteten vorhaben der stadt graz ist und daher auch eine pressemeldung, verfasst von einem pressesprecher der stadt, sein könnte. wenn meine kritischen beiträge von der redaktion so wenig wahrgenommen werden, inhaltlich, dass sie nicht einmal zu den tipps der weiteren lektüre kommen, so frage ich mich, ob es überhaupt sinn macht, so eine regelmäßige kolumne zu verfassen.
hinter jeder meiner kritischen betrachtungen und analysen steht auch ein "sich weit hinauslehnen" als nebeneffekt, was zu beruflichen konsequenzen für mich führt, die nicht ganz so unwichtig und harmlos sind, wie dies sich für außenstehende vielleicht zeigt. die ignoranz meiner expertisen und fachlichen einwände ist dabei noch das harmloseste - schweigen im lande, wenn ich etwas kritisch thematisiere (wir kennen hierorts die strategie des ignorierens als vermeintlich wirksame). damit kann ich leben, wengleich ich diese als "jemanden persönlich kleinmachen" gedachte usance fatal und kontraproduktiv für jeden fachlichen diskurs halte, der die arbeit der architekten und letztlich die baukultur dieser stadt und dieses landes ja auch produktiv positiv beeinflussen könnte. könnte, ja! trotz und in dem fall offensichtlich genau wegen einer langjährigen fachlichen erfahrung und expertise heraus von offizieller seite der stadt und mehr noch des landes je mit arbeit z.b. jurytätigkeit, tätigkeit in einem expertengremium, studien ect. beauftragt worden zu sein, ist dann für jemanden, der sein berufsleben lang versucht hat, frei und unabhängig als freelancer gute arbeit zu machen, nicht mehr ganz so unbedeutend. letztlich geht es aber auch bei diesem anlass zu meiner reaktion nicht um meine eigene befindlichkeit.
meiner meinung nach gehören solche berichte, wie ihn martin heute auf gat vorgelegt hat, zur kategorie pressemeldungen, die vielleicht die stadt auf gat stellen kann, aber die nicht von einem unabhängigen redakteur in ein als kritische plattform gedachtes medium wie gat kommen sollten. von einem redakteursbeitrag auf gat erwarte ich mir und sicher nicht nur ich, dass er zumindest konjunktiv und futurum verwendet, wenn die vorhaben der stadt aufgezählt werden - und dass er im besten fall kritisch hinterfragt. den im smart city-quartier bei der helmut list halle geplanten, von den investoren zu errichtenden park gibt es noch nicht, warten wir doch ab, was überhaupt aus dem vorhaben wird. ich erinnere an das vorhaben, beim messequartier einen stadtteilspark zu errichten, weil laut (in der zeitung publizierter) erkenntnis die entfernung vom quartier zum augarten und zu den eustacchio gründen der eisteichsiedlung, dem nächsten großen grünraum, für mütter mit kleinkindern und für alte menschen als zu weit erkannt wurde. und was ist daraus geworden? wie viel ist öffentliches grün geblieben vom dargestellten grün am lageplan, das sich in den wettbewerbsplänen so schön unter den aufgeständerten häusern durchgezogen hat? ich komme gerade aus salzburg, wo man sich den "stadtteilspark" am neuen stadtwerkeareal lehen anschauen kann - schon realisiert. ein leider so dürftiges ergebnis bei einem verfahren, das mustergültig, mit enormem engagement und aufwand (begleitetes, prozesshaftes verfahren, bürgerbeteiligung, bonuskubaturen, urbanitätsbestrebungen, zusatzförderungen für energiemaßnahmen ect.) von seiten der stadt und vermeintlich der bauträger angegangen wurde - traurig, was aus dem sogenannte park, den grünflächen, in der verantwortung des bauträger errichtet, wurde.
und warum der wegen dringenden bedarfs an grünflächen im bezirk jakomini geplante park am neuen styria-headquarter-areal nur eine zwischennutzung für 10 jahre sein soll, wird mir in dieser "hofberichterstattung" auch weder erklärt noch ist dies für mich nachvollziehbar.
zur klarstellung: nicht, dass ich den herren die gute absicht nicht abnehmen würde, aber das glauben ist für den journalisten/redakteur/kritiker keine kategorie. auch als leser erwarte ich mir recherche und hinterfragung.
synchronität von bericht und veranstaltung? heute nachmittag findet im hda ein symposium zum thema statt, bei dem alle die für die beschriebene grünraumoffensive verantwortlichen herren anwesend sein werden. ob sie mehr konkretes präsentieren werden als die stolz in die kamera gehaltenen (von der sekretärin vermutlich schnell vor dem fototermin im supermarkt besorgten) schnittlauch- und basikilumtöpfe?

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