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Ein Gestaltungsbeirat für Graz!

Es ist wahrlich zu hoffen, dass Architekt Kreutzer beim Umbau behutsam mit dem Bauwerk umgeht. Aber, was, wenn nicht? Es wird wieder einmal deutlich, dass in Graz und allen Bezirksstädten der Stmk. ein ExpertInnengremium fehlt, das die Qualität von Entwürfen überprüft und PlanerInnen ggf. zur Überarbeitung auffordert. In anderen österr. Städten wie Linz, Wels oder Salzburg hat man es und nennt es GESTALTUNGSBEIRAT. Unter dem Motto „Graz ist anders“ und als Kniefall vor der Wirtschaft hat Gerhard Rüsch 2006 anstatt eines Gestaltungsbeirates das Grazer Modell eingeführt, das zwar über 4 Instrumente zur Qualitätssicherung - Bebauungsplan, Projekttisch, Stadtforum, Architekturwettbewerb - verfügt, die sich jedoch bereits mehr als einmal als wirkungslos erwiesen haben (siehe ECE, Styria-Headquarter, ehem. Nagl-Haus im Bezirk Gries, heute in Besitz der Acoton, u. v. m.). Das Instrument des Architekturwettbewerbs taugt nur dann, wenn private Investoren für geplante Objekte Wettbewerbe und zwar in Abstimmung mit der Kammer der ArchitektInnen und IngenieurkonsulentInnen, d. h., unter Berücksichtigung der Wettbewerbsordnung durchführen. Tun sie dies nicht, können sie, wenn sie sich an den Bebauungsplan halten (der jedoch keinen Einfluss auf die architektonische Gestaltung hat), im Prinzip bauen was sie wollen.

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