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Nach Evaluierung ähnlicher Modelle wie sie in Salzburg, Linz, Steyr, Krems und anderen Städten bereits praktiziert werden, soll nun auch in Graz ein Gestaltungsbeirat installiert werden. Ein Modell, das noch heuer in einem Probejahr in die Praxis umgesetzt werden soll.
Grazer Modell, Gestaltungsbeirat oder Beirat für Stadtgestalt – noch hat das Kind keinen Namen – dennoch scheint es, als wollten viele an einem Strang ziehen und ein Instrument zur Verbesserung von Vergabe- und somit auch für Baukultur der Stadt Graz entwickeln. Die Praxistauglichkeit wird sich in der Umsetzung zeigen und bis dahin steht noch ein ganzes Stück Arbeit bevor: Neben pragmatischen Fragen wie Besetzung, Sitzungsmodi und anderen wird es vor allem an der Kommunikationsbereitschaft, -kultur und -kompetenz der Beteiligten liegen, ob sich in Graz etwas bewegen wird; ob die Politik dahinter stehen und ob sich der Beirat mit der ASVK (Altstadtsachverständigenkommission) konsolidieren wird, ob sich Verwaltung, Architekten, Bauträger, Investoren, Stadtforscher, Baubehörde, die Kammer der Architekten und Ingenieurskonsulenten und auch die Bürgerschaft mit diesem Modell anfreunden werden können.
Die Frage ist auch, ob angestrebte Ziele wie Nachhaltigkeit, Fachkompetenz, die Steigerung der Qualität des Lebensraumes Stadt u. v .m. fromme Bekenntnisse bleiben, weil sie an der Betonierung und Zementierung eines starren Instrumentes scheitern, oder Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt werden können.
Die wichtigste Aufgabe in diesem Zusammenhang wird aber die Klärung von übergreifenden Fragen sein, nämlich:
Was sind eigentlich die langfristigen Ziele der Stadt und wo will sie hin? (von Visionen spricht keiner mehr).
Oder: Was sind eigentlich die sensiblen Zonen der Stadt? Hier liegt ein besonders neuralgischer Punkt, den zu klären es gilt, damit die Bedeutung von Stadtgestalt nicht an den Rändern der Altstadtschutzzonen aufhört.
Von der Dialogbereitschaft und von der Professionalität aller Teilnehmenden wird es abhängen, was das Instrument "Grazer Modell" spielen wird.
Zum Thema „Grazer Modell“ fand übrigens am vergangenen Donnerstag im Haus der Architektur ein Gespräch der Plattform Architektur statt. Dabei war nur ein einziger Punkt unbestritten: niemand bezweifelt die Sinnhaftigkeit eines Gestaltungsbeirates.
| Verfasser/in: |
Redaktion GAT - Ute Angeringer
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| Datum: |
07|02|05 |
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