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Kommentar
STOP PPP

Hände weg von Bauten im öffentlichen Interesse, bei denen ausschließlich Bauträgerinteresse bedient wird und der Steuerzahler über die nächsten Jahre die Rendite finanziert und dabei nicht einmal das Mindestmaß an Qualitätssicherung sichergestellt ist.
Daher gibt es zum Verfahen Neubau Bildungscampus Berresgasse, 1220 Wien keine Zustimmung der Wiener Berufsvertetung der ArchitektInnen. Und es gibt einen ArchitektInnenaufruf an die KollegInnen, das Verfahren zu boykottieren.

Kommentar der Kammer W/N/B
"Die Länderkammer Wien, NÖ & Burgenland hat nach zahlreichen Gesprächen mit der Stadt Wien beschlossen, sämtliche Wettbewerbe im Rahmen des auf einem PPP-Modell beruhenden Wiener Schulbauprogramms nicht zu kooperieren, weil beabsichtigt ist, die WettbewerbssiegerInnen lediglich bis zur Einreichplanung zu beauftragen.
Die weitere Planung soll vom PPP-Partner durchgeführt werden. Diverse Vorschläge der Kammer, beispielsweise den PPP-Partner zur Durchführung des Wettbewerbs mit einer fairen Absichtserklärung zu verpflichten, wurden von der Stadt Wien nicht angenommen. Diese Reduktion des Leistungsbildes hat nicht nur einen massiven Qualitätsverlust in der Planung in einem so wichtigen Bereich wie dem Bildungsbau zur Folge, sondern stellt auch eine enorme Schwächung des Berufsstandes der ZiviltechnikerInnen dar." (Arch+Ing ZT Kammer Wien, NÖ & Burgenland)

Verfasser / in:

Redaktion GAT GrazArchitekturTäglich
Kammer der ZiviltechnikerInnen Wien, Niederösterreich, Burgenland

Datum:

Do. 21/05/2015

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Infobox

Aufruf, das Verfahren Neubau Bildungscampus Berresgasse, 1220 Wien zu boykottieren!

Auftraggeber: Stadt Wien,
MA 19 – Architektur und Stadtgestaltung

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