18/06/2019

PLUS / MINUS – Aufgestockt

Kommentar von Elisabeth Kabelis-Lechner zur Aufstockung des Hauses Plüddemanngasse 23, an der Ecke Plüddemanngasse / Ruckerlberggasse in Graz-St. Leonhard.

Den Urzustand des ehemaligen Mauthauses der Stadt entnehmen Sie dem Link grazwiki.at

.

In der Kommentar-Reihe PLUS / MINUS werden kurz und bündig positive wie negative Gestaltungen und Details aufgezeigt, die das Auge erfreuen oder beleidigen.

Sollten Sie, werte Leserin und werter Leser, auch bemerkenswerte Entdeckungen im öffentlichen Raum machen, so laden wir Sie ein, diese abzulichten und im jpg-Format mit einem kurzen Text und Ihrem Namen per eMail an redaktion@gat.st zu senden. GAT wählt die interessantesten Beiträge aus und veröffentlicht sie prompt.

Machen Sie mit!

.

18/06/2019

Ansicht Plüddemanngasse

©: Elisabeth Kabelis-Lechner

Ansicht Ecke Ruckerlberggasse / Plüddemanngasse

©: Elisabeth Kabelis-Lechner
©: Elisabeth Kabelis-Lechner
©: Elisabeth Kabelis-Lechner

MINUS – Aufstockung Plüddemanngasse / Ruckerlberggasse

Eine besondere Art der geförderten Nachverdichtung ist hier entstanden, kaum zu fassen ist die Hässlichkeit dieses Gebäudes.
Auf ein schönes Vorstadthaus am Fuße des Ruckerlberges wurden in brutalster Art und Weise zwei Geschoße aufgepfropft und ein viergeschoßiger Zubau angefügt. Von den Balkonen und der Erdgeschoß-Terrasse hat man Ausblick auf die versiegelten Autoabstellflächen. Die Dichte sprengt den verträglichen Maßstab total.
Als Villa Lojen wurde dieses Projekt vermarktet, mehrmals abgeändert, jedes Mal noch schlechter.
Mit dem Namen eines bedeutenden Grazer Architekten und Künstlers versuchte man Geschäfte zu machen und hat für diesen unglaublichen Schandfleck auch noch Wohnbauförderungsgelder bekommen.
Haben hier alle Kontrollinstanzen wie Stadtplanungsamt, Baubehörde und Wohnbautisch weggesehen?

Eva Mohringer

Da hätte man den Dreieckgiebel auch gleich weg lassen können - wäre klarer

Mi. 19/06/2019 1:13 Permalink
Laukhardt

Antwort auf von Eva Mohringer

Sonst würde ja niemand mehr die "Villa Lojen" wiedererkennen; das würde sich sicher negativ auf die Miete oder Verkaufspreise auswirken.....

Mi. 19/06/2019 1:22 Permalink
Anonymous

Man hätte das erhaltenswerte Vorstadthaus zumindest farblich hervorheben müssen obwohl das natürlich an der hässlichen Aufstockung nichts geändert hätte.
Ich hätte den Zubau hinten 7 geschossig gemacht und das Vorstadthaus gar nicht aufgestockt.
Wie ich schon öfters hier geschrieben habe muss in Graz ordentlich in die Höhe gebaut werden dadurch könnte man mehr Grünraum erhalten/ermöglichen und solchen schützenswerten, aber sehr niedrigen, Altbestand als Relikte für die Nachwelt unverändert erhalten.

Di. 18/06/2019 2:07 Permalink
Anonymous

Da gibt es offenbar ein Projektgeschichten-Drama im Hintergrund. Projekt 1 und 2 lassen ja noch gestalterische Absichten erkennen. Die ausgeführte Aufstockung ist aberwitzig und sollte gleich wieder abgebrochen werden.

Di. 18/06/2019 9:35 Permalink
Netzwerktreffen
16. + 17.11.2023
 
GAT+