kreiner_kindergarten + krippe haus i ennstal
Architektur: KREINERarchitektur ZT GmbH, ©: KREINERarchitektur ZT GmbH

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Bericht
NEU IM VAF
Virtueller Architekturführer Steiermark

Kindergarten + Krippe Haus i. Ennstal
Österreichischer Bauherrenpreis 2012, Nominierung

Architektur: KREINERarchitektur ZT GmbH, Gröbming
Wettbewerb 2010, Ausführung 2011

Bei der Neuerrichtung des Kindergartens wurde städtebaulich besonders auf die vorhandene topografische und bauliche Struktur Rücksicht genommen. Der Kindergarten soll das Ensemble des bestehenden Pfarrhofes ergänzen und mit seiner L-Form einen attraktiven Freiraum für die Kinder schaffen. Die Ausrichtung der Gruppenräume erfolgt Richtung Osten um für den Vormittagsbetrieb die Morgensonne als Lichtquelle zu gewinnen. Eine zukünftige Erweiterung kann Richtung Süden mit der gleichen Orientierung der Gruppenräume erfolgen.
Bei der Grundrissgestaltung wurde auf einen kompakten und funktionalen Baukörper Bedacht genommen. Schmutzbereiche, wie Windfang, Garderobe, Gartenausgang etc. werden strikt von den anderen Bereichen getrennt und bieten keinerlei Überschneidungen zum Sauberbereich. Der Bewegungsraum wurde zentral im Bauwerk angeordnet und nach Osten und Westen ausgerichtet.
Der kompakte Baukörper in Verbindung mit Holzbauweise führt zur optimalen Energieeffizienz. Zusätzlich vermittelt Holz im Inneren ein behagliches Raumklima. Für die Fassade wurde eine Lärchenschindel-Deckung vorgesehen, da diese einen regionalen Bezug herstellt und der Witterung über Jahrzehnte hinweg ohne zusätzliche Wartungsarbeiten und Erhaltungsmaßnahmen trotzen kann.
Bei der Gestaltung des Freiraums wurden die topographischen Gegebenheiten genutzt und ein gedeckter witterungsunabhängiger Freibereich unter dem Hauptbaukörper geschaffen. Ein weiterer Leitgedanke zum Entwurf war, die Landschaft unter dem Neubau durchfließen zu lassen um keine zusätzliche Barriere in dem von vornherein beschränkten Platzangebot zu schaffen. (Text der Architekten, redaktionell überarbeitet)

Die Röm. Kath. Pfarre (DI Franz Steinkellner, Pfarrer Mag. Bernhard Preiß) hatte klare Vorstellungen und fand in den mittels Wettbewerb gefundenen Projektarchitekten kongeniale Partner: Integration in das benachbarte Ensemble kirchlicher Gebäude, Berücksichtigung des Geländes, Holz als regionaler Baustoff. (Text der Jury des BHP '12)

Verfasser / in:

Redaktion GAT GrazArchitekturTäglich

Datum:

Di. 26/02/2013

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Die hier gezeigten Bauten sind Teil dieser Sammlung, welche laufend ergänzt wird.

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