Josefinum Leoben, Kapelle und Haupthof zwischen den beiden Bestandgebäuden
Um- und Zubau Josefinum Leoben, Kapelle und Haupthof zwischen den beiden Bestandgebäuden
Architektur: stingl-enge architekten ZT-GmbH, ©: Paul Ott

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Bericht
NEU IM VAF
Virtueller Architekturführer Steiermark

Studentenzentrum Josefinum mit Kapelle, Leoben

Architektur: stingl-enge architekten ZT-Gmbh, Trofaiach, 2010
Wettbewerb: 2008
Ausführung: 2009 - 2010

Nominierung zum Steirischen Holzbaupreis 2011
Anerkennungspreis Beispielhafter Wohnbau des Landes Steiermark 2012, Kategorie Umfassende Sanierung

Das Josefinum, das bislang als Kindergarten und Hort genutzt wurde, ist in ein Studentenzentrum mit 77 Wohnplätzen umgebaut worden. Über kommunikationsfördernde Laubengänge gelangt man direkt in die Gemeinschaftsräume der Wohneinheiten, von denen aus die Privatzimmer erschlossen werden. Durch bauliche Maßnahmen im Erdgeschoß, wie die Schaffung eines öffentlichen Eingangs, eines Veranstaltungsraums, einiger Seminarräume sowie eines Cafes gewinnt das Gebäude an Transparenz.

Einen zentralen Eingriff stellt die neue Kapelle über dem ebenfalls neu gestalteten Eingangsbereich dar. Im Dachgeschoß situiert, verbindet die sogenannte "Barbarakapelle", die gleichzeitig Andachts- und Kommunikationsraum ist, die beiden Wohntrakte. Von diesen kommend, gelangt man in einen hellen, offenen Kommunikationsbereich und danach in den trichterförmiger Raum, der den Blick zum Altar lenkt. Ein Kreuzweg des Malers Friedrich Mayer-Beck (*1907 +1977) findet hier seinen Platz und umwandert den Altar, wie die Sitzbänke zwischen den Rippen der Brettsperrholzkonstruktion. Die Rippen nehmen das Thema Chorgestühl auf, das Wechselspiel von Holz und Glas bringt unterschiedlich gebrochenes Licht in den Innenraum. (Text: Architekten, redaktionell überarbeitet von Karin Wallmüller)

 

Verfasser / in:

Redaktion GAT GrazArchitekturTäglich

Datum:

Mo. 06/05/2013

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Der Virtuelle Architekturführer Steiermark (VAF) ist eine Sammlung der steirischen Architektur. Ziel und Anliegen ist es, die aktuelle regionale Architektur zu dokumentieren und auf das Erbe der Baukultur seit Beginn des 20. Jahrhunderts zurückzublicken.
Die hier gezeigten Bauten sind Teil dieser Sammlung, welche laufend ergänzt wird.

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