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Das WIENER GÄSTE ZIMMER
Architektur: heri&salli, ©: Hans Schubert

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Bericht
Das WIENER GÄSTE ZIMMER

Das Architektur-Studio heri&salli konzipierte in Wien für die WIENER ESSIG BRAUEREI Gegenbauer das WIENER GÄSTE ZIMMER. In fünf ehemaligen Zimmer-Kuchl-Kabinett-Wohnungen eines Wiener Zinshauses wurden anhand stark reduzierter Eingriffe Gästezimmer eingerichtet. Als zentrales und beinahe einziges Möbelstück fungiert das so genannte WIENER GÄSTE BETT.

Gestapelte und geschlichtete Kanthölzer erzeugen eine zentrale Schlafstelle mit umliegenden Bedienebenen. Sämtliche Funktionen eines Gäste- oder Hotelzimmers werden darin vereint und machen zusätzliche Möbel verzichtbar – das Zentrum ist der Raum – auf sein Minimum reduziert. Er ist nur noch Rahmen und Begrenzung seiner selbst, wir würden diese eigentlich gar nicht mehr benötigen.

Ziegel, Decken, Böden werden freigelegt und lassen Geschichten des Hauses sichtbar werden. Neue Einbauten wie Verkabelungen, Rohre, Ketten oder Seile sind nicht mehr als sie sind. Technologische Verführungen weichen sichtbar handwerklichen Details – ein Art Negativdesign.

Im Bezug auf das Badezimmer spiegelt sich die Sequenz eines Aufenthalts in den Sequenzen der vorhandenen Elemente wieder – Hygiene für Nomaden. Wir befinden uns auf einem zur Verfügung stehenden räumlichen Feld. Mögliche darin befindliche Einbauten und Funktionen sind eher temporäre Markierungen.

Daten:
Fotos: Hans Schubert
Fotomodell: Minna Liebhart
Skizzen / Zeichnungen / Architektur/Design: heri&salli
Team: Wolfgang Novotny
Bauherr: Erwin Gegenbauer
Baubeginn: September 2014
Fertigstellung: Jänner 2015

Verfasser / in:

heri&salli

Datum:

Fr. 30/01/2015

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Infobox

her&salli verwandelten 5 Kleinwohnungen eines Wiener Zinshauses in Räume temporären Wohnens

Bauherr:
Erwin Gegenbauer
WIENER ESSIG BRAUEREI

In der GAT-Reihe architektur><kunst werden Bauwerke innerhalb und außerhalb Österreichs veröffentlicht, die an der Schnittstelle von Architektur und Kunst einzuordnen sind. Bei der Kuratierung werden Projekte von AkteurInnen bzw. ProtagonistInnen mit Bezug zur Steiermark bevorzugt.

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