Projekt Hotel Intercontinental Wiener Eislaufverein
Blick vom Oberen Belvedere über den barocken Garten und das Untere Belvedere Richtung Innenstadt – ohne und mit Hochhausprojekt am Wiener Eislaufverein. Visualisierung der Initiative Denkmalschutz
©: Prof. Martin Kupf

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Bericht
Hochhausprojekt Wien Eislaufverein

Am Dienstag, den 10.05.2016 um 09:30 Uhr hat im Wiener Café Landtmann die Pressekonferenz zum Thema Hochhausprojekt Wien Eislaufverein: Bruch der UNESCO-Welterbekonvention, des Übereinkommens von Faro und des Unionsrechts? stattgefunden, an der zahlreiche Vertreter der Politik, der Öffentlichkeit sowie interessierter Fachgremien beteiligt waren.

Anwesend waren u.a.: Hofrat Univ.-Prof. Dr.phil. Wilfried Lipp, Präsident von ICOMOS Austria, Prof. Friedmund Hueber, Architekt und Bauforscher, Präsident der Österr. Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege, Prof. Martin Kupf, Dipl.Ing Sebastian Beiglböck, Fachreferent für Stadtentwicklung Wien, Mag. arch. Andreas Vass, Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Architektur, Herr Arch. Dipl.Ing. Thomas Kretschmer, Frau Ursula Stenzel, Stadträtin FPÖ, Herr Dietrich Kops, Gemeinderat FPÖ, Dr. Mag. Werner Grebner, Bezirksvorsteher Stv. 3. Bezirk, Mag. Eva Lachkovics, vorm. Bezirksvorsteher Stv. 3.Bezirk, Dr. Franz Eduard Kühnel Bauausschussvorsitzender Stv. 1.Bezirk - in Vertretung des Bezirksvorstehers, Herr Alexander Hirschenhauser (NEOS), GRÜNE 1. Bezirk H. Ulbrich von WIEN ANDERS und viele andere.

Rechtsanwalt Univ.-Doz. Dr. Wolfgang List sowie Rechtsanwaltsanwärter Herr Mag. Piotr Pyka von der List Rechtsanwalts GmbH stellten zunächst die von ihnen erstellte Power-Point-Präsentation vor, die die wichtigsten Aspekte rund um das neue Hochhauskonzept in Wien sowie um das Projekt Hotel Intercontinental/Wiener Eislaufverein behandelt. (Präsentation siehe Downloadbereich)
Anschließend wurde der Offene Brief (s. Downloadbereich) an die Stadt Wien präsentiert, mit dem die von der List Rechtsanwalts GmbH vertretene Initiative Denkmalschutz sowie Herr Josef Wick die Stadt Wien aufgefordert haben, zur Frage der Gefährdung des Historischen Zentrums von Wien als Weltkulturerbe sachliche Stellungnahme abzugeben (vgl. insbesondere die Fragen auf den Seiten 9 f im Offenen Brief) sowie die Wiener Bauordnung an das Unionsrecht anzupassen, indem der Öffentlichkeit eine effektive Beteiligung am Screeningverfahren zur Strategischen Umweltprüfung ermöglicht werden soll.
Schließlich wurde auch die Beschwerde (s. Downloadbereich) an die EU-Kommission präsentiert, mit der die EU-Kommission ersucht wird, ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Republik Österreich aufgrund der Unionsrechtswidrigkeit der Wiener Bauordnung einzuleiten.

Abschließend fand eine rege Diskussion statt, im Zuge derer Fachmeinungen ausgetauscht wurden und seitens einzelner anwesender Politiker Unterstützungszusagen für das Vorgehen gegen die verheerende Hochhauspolitik der Stadt Wien abgegeben wurden.

Verfasser / in:

List Rechtsanwalts GmbH

Datum:

Sat 14/05/2016

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Infobox

Massiver Widerstand von Denkmalschützern und Bürgern stoppt das Projekt in Wien – vorerst. Einen Baustopp hatten Wiener Architekturinstitutionen freilich bereits 2013 gefordert. Siehe Artikel Bei dem Ergebnis steigt einem die Galle hoch! von Astrid Radner (Spalte links, unten).

Hochhausprojekt Wien Eislaufverein

In der Pressekonferenz am 10.05.2016 wurden folgende Themen vorgebracht:
– Bruch der UNESCO-Welterbekonvention, des Übereinkommens von Faro und des Unionsrechts?
– Bauordnung für Wien: Mangelnde Öffentlichkeitsbeteiligung unionsrechtswidrig?
– Droht Österreich nächste EU-Vertragsverletzungsklage?
– Hochhauspolitik der Stadt Wien: Wien bald kein Weltkulturerbe mehr?
– Die Stadt Wien ignoriert die Empfehlungen des UNESCO-Beratungsgremiums.

Die Unterlagen sind zum Download bereitgestellt.

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