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Am 12. September 2020 eröffnet: das Graz Museum Schlossberg
©: Stadt Graz

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Bericht
Eröffnet. Graz Museum Schlossberg

Es soll "eines der besuchsstärksten Museen" in der Steiermark werden, legte Kulturstadtrat Günter Riegler bereits beim großen Pre-opening des neuen Graz Museum Schlossberg die Messlatte hoch. Die ersten Zeichen stehen zumindest bereits auf Erfolg: Am vergangenen Eröffnungswochenende des 12. und 13. September konnte das GrazMuseum an seinen beiden Standorten in der Sackstraße und am Schloßberg mehr als 2.075 Besuche zählen. Allein 1.709 BesucherInnen kamen an den neuen Standort auf dem Grazer Schloßberg. (*)
GrazMuseum-Direktor Otto Hochreiter, auf dessen Konzeption das neue vierteilige Museum zurückgeht, zieht zufrieden eine vorläufige Bilanz: "Auch, wenn uns der ideale Standort und das perfekte Wochenendwetter sehr unterstützt haben, beweist die Akzeptanz des 'Graz Museums Schlossberg' bei einem sehr breiten Publikum, dass das Angebot an ein flanierendes Publikum gerne angenommen wird, in einer familienfreundlichen Art der Besonderheit des magischen Ortes Schlossberg gewahr zu werden."

Authentische Geschichte erzählen
Kulturstadtrat Günter Riegler teilte die Begeisterung für das neue Museum am Grazer Hausberg: "Wir wollten die Gelegenheit nutzen und an diesem Ort eine möglichst authentische Geschichte erzählen." Gerade in Zeiten, in denen wieder Kriege aufkommen, sei das wichtig. Dabei hatte man Hochreiters Konzept – entgegen aller Widerstände – eins zu eins übernommen. Es habe eine "bedeutende Gruppe von Meinungsbildnern" gegeben, die sich ein klassisches Garnisonsmuseum gewünscht habe, erinnerte sich Riegler zurück. Nach intensiver dreieinhalbjähriger Zusammenarbeit mit dem GrazMuseum-Direktor eröffne man an einem "historischen Tag" nun ein Museum, das die vielfältigen Facetten des Schloßbergs darstellt. Schließlich ist der Grazer Hausberg schon lange mehr als nur eine militärische Festungsanlage aus dem Zweiten Weltkrieg.
Dem stimmte auch FPÖ-Klubobmann Armin Sippel, der das Projekt mitgetragen hat, zu: "Der Grazer Schloßerg ist nicht nur ein Ort der Naherholung, sondern ein begehbares Geschichtsmuseum". Dabei galt es, "die Geschichte unverblümt darzustellen". Mit den vier unterschiedlichen Ausstellungsformaten soll schließlich ein breites Publikum angesprochen werden.

Die vier Museums-Bereiche im Überblick

  • Wundergarten
    Der Wundergarten, dominiert von schattenspendenden Hainbuchen, ist der Ort des Ankommens im Graz Museum Schlossberg. Kinder können auf Entdeckungsreise gehen und die Geschichten der Fabelwesen erkunden, die am Schloßberg beheimatet sind. Hinter den mythischen Figuren des Wappen­Panthers, des Steinernen Hundes, des Elefanten und des Löwen verbergen sich Wünsche, Ängste und Fantasien ihrer jeweiligen Entstehungszeit: männlicher Machtanspruch, ungarische Vormachtstellung, osmanische Bedrohung und stolze Schloßbergverteidigung.
  • Graz-Blick
    Die schönste und weiteste Aussicht auf Graz und seine Umgebung bietet die Kanonenhalle der Stall- oder Kanonenbastei. Zusätzlich kann im Graz Museum Schlossberg die Stadt quasi als Stadtmodell historisch interpretiert werden: Auf einem großen interaktiven Bildschirm wird das Rad der Zeit von Schlüsseljahr zu Schlüsseljahr zurückgedreht, und man taucht in das jeweilige historische Stadtbild ein. Im Graz-Blick lassen sich die Veränderungen des Stadtbilds über die Jahrhunderte im Schnelldurchlauf nachvollziehen.
  • GeschichtsParcours
    Wichtige Schloßbergbauten und Denkmäler, an denen man vielleicht gerade vorbeispaziert ist, findet man im Graz Museum Schlossberg wieder. Im Geschichts­Parcours im ehemaligen Kanonierhaus flanieren die BesucherInnen an zwei Dutzend solcher Deja-vu-Erlebnisse vorbei. Dort werden die Schlossberg­Monumente mit faszinierenden Exponaten in ihren historischen Zusammenhängen dargestellt. Der Parcours führt vom Herrschersitz und Bollwerk der Vergangenheit über Napoleons Belagerung bis zum Landschaftsgarten und Natur- und Freizeiterlebnis von heute.
  • Schlossberg-Story
    Die Kasematte unter der Stall- oder Kanonenbastei – ein gigantischer Raum, geschützt durch meterdicke Mauern – ist im Graz Museum Schlossberg durch den Einbau eines Liftes erstmals barrierefrei zugänglich. Dort, im Inneren des Bollwerks, veranschaulicht die audiovisuelle Schlossberg-Story rund um ein spektakuläres transparentes Schloßbergmodell die Geschichte des Berges. Die multimediale Show gibt auch Einblick in das Innere des Berges mit dem Türkenbrunnen und dem über sechs Kilometer langen Stollensystem.

(*) Schloßberg mit "ß" ist die korrekte Schreibweise für den Grazer Stadtberg. Bei Graz Museum Schlossberg handelt es sich um einen Eigennamen mit einem "ss".

Verfasser / in:

Stadt Graz
GrazMuseum

Datum:

Mon 28/09/2020

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Infobox

Eröffnet.
Graz Museum Schlossberg

Das Museum am Grazer Stadtberg erzählt die Geschichte des Schloßbergs und seine Bedeutung für die Stadt.

Täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr (ab 5.10 bis 16:00) geöffnet.

Der Eintritt für Erwachsene beläuft sich auf zwei Euro, Kinder bis zum Alter von sechs Jahren können das Museum kostenlos besuchen.

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