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Bericht
Die Causa Schöttli geht vor Gericht

Heinz Schöttli, ehemaliger Grazer Stadtplanungschef, muss laut Medienberichten vor Gericht. Ihm seien nun von der Staatsanwaltschaft Amtsmissbrauch, Bestechlichkeit und Untreue vorgeworfen worden, berichtete die Kleine Zeitung am 15.2.2015. Und der ORF Steiermark berichtete am 16.02.2015:

Die Korruptions-Staatsanwaltschaft Wien hat gegen den ehemaligen Leiter der Grazer Stadtplanung Anklage eingebracht. Dem Beschuldigten werden Bestechlichkeit, Amtsmissbrauch und Untreue vorgeworfen, er wurde damals fristlos entlassen.

Thomas Haslwanter, Sprecher der Korruptions-Staatsanwaltschaft Wien, bestätigte am Montag einen Artikel der Gratis-Wochenzeitung der Grazer, wonach sich der Beschuldigte für insgesamt drei fragwürdige Bauprojekte eingesetzt haben soll.

In der Anklageschrift ist unter anderem von Darlehen die Rede, die der Ex-Leiter der Abteilung zu „außergewöhnlich günstigen Konditionen“ bekommen habe. Des weiteren soll er kostenlos in einer Unterkunft eines Projektwerbers gewohnt haben. Außerdem dürfte der Beschuldigte diesbezüglich ein Amtssachverständigen-Gutachten verschwinden haben lassen.

Der Vorwurf der Untreue wird im Zusammenhang mit der Nachnutzung der Grazer Hummelkaserne angeführt. „Hier soll der ehemalige Leiter des Stadtplanungsamtes eine externe Studie in Auftrag gegeben haben, obwohl nach den internen Vorschriften eine solche Studie von Mitarbeitern der Stadt zu verfassen gewesen wäre. Da die externe Studie wegen inhaltlicher Mängel unbrauchbar war, geht die Anklageschrift von einem Schaden für die Stadt Graz von knapp mehr als 50.000 Euro aus“, erklärte Haslwanter.

Der Fall wird voraussichtlich im Grazer Straflandesgericht verhandelt. Mitangeklagt ist auch ein Architekt und zwar wegen Bestechung. (ORF Steiermark)

Verfasser / in:

Redaktion GAT GrazArchitekturTäglich

Datum:

Mon 16/02/2015

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Causa Schöttli

Die Korruptions-Staatsanwaltschaft Wien hat gegen den ehemaligen Leiter der Grazer Stadtplanung Anklage eingebracht.
Dem Beschuldigten werden Bestechlichkeit, Amtsmissbrauch und Untreue vorgeworfen, er wurde 2012 fristlos entlassen.
Der Fall wird voraussichtlich im Grazer Straflandesgericht verhandelt. (ORF Steiermark, 16.02.2015)

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