Recent comments


  • Liebe Frau Thrainer!
    Dieser Beitrag ist spannend, vor allem weil er die Bedeutung der Identitätsstiftung durch gemeinsam genutzten öffentlichen Raum für städtisches Leben beleuchtet. Wäre schön wenn solche Projekte beim Architektursommer zur Diskussion gestellt würden!
    Mlg Lisa Rücker

    Autor: Lisa Rücker

  • Sehr interessante studie von Elisabeth Leitner!
    Mehr information über Louis Le Roy finden Sie auf die seiten http://www.stichtingtijd.nl und http://www.ecokathedral.nl

    Autor: Peter Wouda

  • Wer sich Architektin oder Architekt nennt, sollte sich die Frage, wie man es besser machen könnte, selbst beantworten können. Wozu studiert? Außerdem ist das Argument für Parkplätze, dem nachfolgt, dass die Alternative ein Wohnen im Erdgeschoß wäre, haarsträubend einfältig und dumm. Woraus bestehen die Erdgeschoßzonen in urbaner Dichte, in der Stadt? Doch nicht aus Parkplätzen oder Wohnungen, oder? Wie wär's mit Büroräumen, Läden, Werkstätten ect.?
    Bitte so nicht (länger) weiterschreiben - denn wo ist der Sinn hinter diesem Kommentar in so schlechter Orthographie? Ist das der Grund für die Anonymität?

    Autor: anonym

  • danke für die kritk und ausführliche stellungnahme.
    Plus/Minus ist eine rubrik, wo kurz und bündig positives oder negatives aufgezeigt wird, es geht nicht um schimpfen. kritik an mangelnder baukultur macht sehr wohl sinn. nach Ihrer argumentationslogik, könnte/sollte man alle gebäude in schlechtem bauzustand entfernen und überall, wo parkdruck herrscht, im eg autostellplätze machen. das ist wahrlich ein"guter" städtebaulicher und baukutureller ansatz. die alternative zu parkplätzen ist nicht wohnen im eg, sondern eine gestaltete eingangsituation, ein geräumiges treppenhaus, das unterbringen von nebenfunktionen des wohnens, wie geschlossene müllräume, kinderwagen- u. fahrradräume, sowie es beispielsweise in wien in dicht verbauten gebieten längst praktiziert wird. dann würden mülltonnen nicht frei herumstehen und man müsste nicht bei autos vorbeischleichen, wenn man das haus betreten will. und was wäre mit einer hochparterrelösung? diese schafft sehr wohl privatsphäre, wie gründerzeitliche häuser mit vorgarten gut zeigen.

    man muss bei architekturkritik nicht einen verbesserungsvorschlag liefern, ein literaturkritiker schreibt ja auch nicht das buch anders, das er kritisiert.

    Autor: Elisabeth Lechner

  • In dem Punkt mit den EG-Parkmöglichkeiten muss ich widersprechen.

    Die Erdgeschosszone ist die wichtigste Ebene in einer Stadt. Zu wichtig für Autos. Welche Nutzung oder Bedeutung wir dieser Zone geben, lässt ja fast schon Rückschlüsse ziehen, welche Prioritäten unsere Gesellschaft an die Stadt stellt.

    An dieser Stelle wäre das Grazer Stadtplanungsamt gefordert…

    Autor: Günther Mader

  • Ich bin selber Architektin mit Jahrelanger Erfahrung und kenne das Projekt sehr gut, da ich privat oft in diesem Haus bin! Die Bauqualität ist tatsächlich, sehr schlecht, ich möchte fasst sagen "peinlich schlecht" und meiner Meinung nach, solte der Hausverwalter, Brandtstädter Immobilien zur Rede gestellt werden, da dieser offensichtlich NULL Ahnung oder gar Erfahrung mit dem Bauen hat. Er verkauft bzw. handelt auch die Wohnungspreise sehr nach Tagesbefinden, da sind oft mehrer 10.000 € unterschied von heute auf morgen.
    Der Text ist aber auch nicht sehr profesionell! Kritik ist schön und gut, aber wo ist der Sinn dahinter. Die Gebäude, die vorher da waren, waren in sehr schlechten Zustand und eine Aufrechterhaltung hätte vermutlich das dreifach von dem gekostet, was der Neubau der Wohnungen gekost hätte und von einer Originalität kann man da ja wohl auch nicht mehr sprechen!!
    Was ist falsch daran, dass im EG Parkmöglichkeiten geschaffen wurde? Ist es etwa schlauer, schöner oder gar besser, dort Wohneinheiten zu errichten? Wo doch keiner mehr im EG leben/wohnen will und schon gar nicht dort, da man NULL privatsphäre hat und jeder rein sieht und noch dazu in dieser Gegend kaum Parkmöglichkeiten sind? Die einzige TAgeszeit wo man in dieser Nachbarschaft einen Parkplatz findet ist in der Früh, nachdem jeder in die Arbeit gefahren ist. Das wars!
    Ich könnte noch länger weiterschreiben, doch das würde auch nichts ändern. Eins ist jedoch klar, es ist eine Baukatastrophe, die Qualität ist sehr schlecht und bereits nach knappen 2Jahren sind bereits Feuchteschäden, Fassadenproblem und andere Dinge aufgetreten. Jedoch waren die Kritikpunkte auch nicht sehr ausschlaggebend oder gar helfend. Es ist immer leicht zu schimpfen, aber was viel wichtiger wäre, WIE kann man es besser machen??

    Autor: Anonymous

  • Lieber Armin,

    Man wundert sich über die Aussage:
    "Leider haben wir in diesem Fall – im Gegensatz zu Gleisdorf – nur das Protokoll der Gemeinderatssitzung und das heißt wir haben keine weiteren Informationen über die Größe und den Umfang des Projekts."

    Man braucht nur mal kurz im Internet zu Recherchieren und hat die Aussage:
    Das Land übernimmt 60 Prozent der Errichtungskosten, also die 1,2 Millionen Euro, von insgesamt rund zwei Millionen Euro.
    Umfang: Das Sportzentrum soll auf dem drei Hektar großen Grundstück errichtet werden. Neben zwei Fußballplätzen sind ein Fun-Court für Jugendliche, ein rund ein Kilometer langer Fitnessparcours, ein Spielplatz und eine Stockanlage geplant. (stand sogar schon 12.11.2014 in der Kleinen Zeitung)

    Lageplan ... Auflösung ist zwar nicht so gut, aber kann mit darüber auch die bebaute Fläche abschätzen und die PKW-Flächen, bzw. befestigten Flächen eruieren ...
    http://www.artivo.at/de-familien__und_freizeitzentrum_ligist-70.html

    Zudem handelt es sich hierbei um Fördergelder/Steuergelder und somit ist das Land verpflichtet Auskunft zu geben ... und das Land hat wohl alle Projektunterlagen - Hartnäckigkeit braucht man halt auch ... ansonst hätte ich bisher nie über irgendwas schreiben können ... und übrigens gibt es auch immer Anrainer ... man muss halt a bisserl mit Leute reden ...

    LG Petra

    Autor: Petra Kickenweitz

  • ....sich immer wieder, unter welchen Prinzipien Immobilien bewertet und produziert werden, so nach dem Motto: 'alles ist vorhanden', (ganz egal wie).

    Autor: k_domig

  • Zur Information (AGIS): Die Liegenschaft befindet sich nicht in der Schutzzone nach dem Grazer Altstadterhaltungsgesetz (GAEG). An der negativen Obsorge zeigt sich dass es im Leben viel schwerer ist ja zu sagen als nein. Ich wünsche der Vergangenheit eine positive Zukunft.

    Autor: Christian Andexer

  • Hallo Wolfgang,
    in Bezug auf das Sportzentrum Ligist gibt es bis jetzt keine Reaktionen der Adressaten. Leider haben wir in diesem Fall – im Gegensatz zu Gleisdorf – nur das Protokoll der Gemeinderatssitzung und das heißt wir haben keine weiteren Informationen über die Größe und den Umfang des Projekts. Es wird aber von der Kammer weiter nachgefragt, eine entsprechende Aussage von Seiten der Gemeinde ist noch ausständig.

    In Bezug auf die Schule in Bad Aussee haben wir einen Brief des Bauabteilungsleiters der Gemeinde erhalten, in dem er uns mitteilt, dass alle Schritte mit dem Land abgestimmt worden sind.

    Es wird von unserer Seite immer wieder das Gespräch mit den Entscheidungsträgern gesucht und ausnahmslos finden unsere Anliegen eine breite Zustimmung. Es herrscht auf allen Seiten ein breiter Konsens über die Vorteile von Architekturwettbewerben, doch leider war es das auch schon. Dem Zustimmen und Umsetzten von baukünstlerischen Leitlinien der Landesregierung steht meistens die pekuniäre Einstellung des Gemeinderats im Weg. Nachdem das Geld vom Land freigegeben wurde, gibt es keine Vorgaben mehr über die Art der Verwendung. Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung für einen Bürgermeistern einen Wettbewerb abzuhalten bzw. ein Architekturbüro mit der Planung zu beauftragen. Es gibt nur die gesetzliche Verpflichtung ab einem bestimmten Schwellenwert zumindest ein Verhandlungsverfahren abzuhalten. Aber da du dich im Bundesvergabegesetz gut auskennst, wirst du das ja alles wissen.

    Die Sinnhaftigkeit von offenen Briefen wird nicht von allen Mitgliedern geteilt. Ich glaube aber, dass es eine Möglichkeit ist, das Augenmerk immer wieder auf diese unhaltbare Situation zu lenken.

    Was wir auf jeden Fall wissen, ist das ein offener Brief über ein Verfahren (Bad Aussee, Batteriezentrum,…), das in Bezug auf das gewählte Verfahren nicht unsere Zustimmung findet, der Anzahl der teilnehmenden Kollegenschaft keinen Abbruch tut.

    Autor: Armin Haghirian

  • Ja, es ist online abrufbar - wie es Georg Schrutka schon in seinem Kommentar vom 30.01. bekanntgegeben hat. Und es ist lesenswert (links findet man die Leiste mit den gewählten Begriffen).
    http://minilexikon-architektonischer-modebegriffe.tugraz.at/

    Autor: Karin Tschavgova

  • Liebe Karin Tschavgova,

    ist das digitale Mini-Lexikon online?

    viele Grüße,
    Martina

    Autor: Martina

  • hallo armin !
    gibts ausser dem brief noch andere aktivitäten seitens der berufsvertretung ?
    mit derm ergebnis gleisdorf müsste doch der rücken gestärkt, sein und man beim land, also geldgeber, vielleicht doch eine offenes ohr finden.
    gibts reaktionen deitens des gemeidnerates oder der landesregierung ?

    Autor: wolfgang feyferlik

  • Hat die ZT-Kammer es wirklich notwendig einen derartigen Bettelbrief zu schreiben?!

    Und was soll bitte heißen:
    "Darüberhinaus stellt sich uns die Frage ... überhaupt eine Direktvergabe der Generalplanerleistungen gemäß Vergabegesetz möglich ist"???
    FRAGE STELLEN, ÜBERHAUPT und MÖGLICH!!!
    Wenn man die Bausumme, m², bzw. weitere/andere Parameter kennt, kann man sehr wohl darauf zurückschließen, welches Verfahren lt. BVerG anzuwenden ist ... was soll das bitte???

    Diese Außenwirkung ist mehr als nur unprofessionell !

    Autor: Petra Kickenweitz

  • Sehr geehrte Frau Tschavgova,

    der offene Brief richtete sich an die Mitglieder des Gemeinderates der Marktgemeinde Ligist sowie an die Mitglieder der Stmk. Landesregierung (siehe Briefkopf !).

    Autor: Armin Haghirian

  • Dem Kommentar kann man nicht mehr viel hinzufügen, ausser dass dieses Projekt wohl exemplarisch für viele ähnliche Projekte in Graz steht.

    Mir ist bei der Recherche im "PLUS/MINUS"-Archiv jedoch ein anderer Aspekt aufgefallen: Der letzte "PLUS"-Beitrag wurde im Jahr 2010 verfasst. Steht es wirklich so schlecht um die Grazer Baukultur oder bewegen lediglich die Negativbeispiele die Gemüter?

    Autor: Günther Mader

  • Sollte der Adressat dieses offenen Briefes nicht das Land Steiermark sein, das Fördermittel in der Höhe von 1,2 Millionen vergibt, ohne daran Bauqualität sichernde Bedingungen zu knüpfen? Wo, wenn nicht im Bereich des öffentlichen Bauens, hätte das Land Möglichkeiten und (Druck-)Mittel, die vielzitierten Steirischen Leitlinien zur Baukultur aus dem Status von Makulatur (Papier ist geduldig, aber allein auch wirkungslos) überzuführen in eine lebendige, ernstzunehmende Kultur des Handelns. Ein Bewusstsein für gebaute Qualität (und alles, was als Voraussetzung dazu führen kann) kann nur über Aufklärung, die mühsam und zeitaufwändig ist und einen langen Atem braucht, weil Erfolge nicht gleich verwertbar sind, und/oder über sanften Druck entstehen, z.B. über klare Vorgaben für Bedarfszuweisungen. Manchmal muss man Menschen zu ihrem Glück zwingen, sagt man, oder nicht? Einsicht und Stolz auf das Gute, baukulturell Wertvolle, stellt sich spätestens dann ein, wenn es öffentliche Anerkennung dafür gibt.
    Die Voraussetzung für ein solches Handeln wäre allerdings, dass im Land ressortübergreifend agiert wird - konkret: dass auch die, die Förderungen im Sportbereich vergeben können, sich an Vorgaben und Richtlinien zur Förderung von Baukultur halten müssen genauso wie jene, die Bedarfszuweisungen für den Kindergartenbau entscheiden können und jene ..... Letztlich sind das alles Steuergelder, die die Verwaltung bestmöglich einzusetzen hat - im Auftrag der Steuerzahler, in unserem. Wir sind so daran gewöhnt, alles zu delegieren, dass wir auch Missstände kritiklos, zumindest ohne selbst tätig zu werden, akzeptieren.
    Wenn die Standesvertretung ausschließlich die Gemeinde Ligist als Adressaten wählt für einen offenen Brief und eine Sache, die von einer ganz anderen Stelle aus besser gesteuert oder überhaupt gesteuert werden müsste, dann sollten sich die Architekten und Architektinnen dafür stark machen, dass ihre Berufsvertretung sich an die richtige Adresse wendet. dass sie dort protestiert und sich dafür engagiert, dass das Land in seinem Hoheitsbereich endlich Tatsachen schafft und nicht nur Makulatur, wie zuletzt in einem Enquetebericht, der seine "Fülle" vor allem über maßlos ausgedehnte biografische Daten/Aufzählungen der Beteiligten erhalten hat. Auch darüber hat niemand eine kritische Zeile verfasst - Selbstzufriedenheit beherrscht alles. Sachkritik wird nur als Nestbeschmutzung gesehen, ihr konstruktiver Wert vielleicht nicht erkannt, sicher aber nicht geschätzt. Argumentiert wird immer mit Sachzwängen. Deshalb bewegt sich hier auch kaum etwas. Gäbe es eine Breitenwirkung der nun schon in die Jahre gekommenen Baukulturellen Leitlinien, so müsste weder ein offener Brief an die Gemeinde Ligist noch einer an das Land verfasst werden.

    Autor: Karin Tschavgova

  • danke für das interessante Interview, es entsteht der Eindruck, dass doch einiges in Bewegung ist. Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass es nicht nur das HDA und zahlreiche Institutionen sind, die hierzulande und auch in anderen Bundesländern Architekturvermittlung betreiben. Zahlreiche kleine Initiativen und Einzelpersonen stellen sich in den Dienst der Sache mit interessanten Konzepten und Projekten, die vor allem an Schulen oder in den Schulferien stattfinden. Leider sind die meisten dieser ArchitekturvermittlerInnen gezwungen, unter prekären Verhältnissen zu arbeiten, weil ihre Tätigkeit von der öffentlichen Hand finanziell nicht entsprechend unterstützt wird. Trotzdem machen sie unermüdlich weiter und leisten einen wertvollen Beitrag zur Förderung einer qualitätvollen Baukultur. Warum gibt es dafür keine ausreichende Anerkennung? Was läuft da schief, lieber Günter?

    Autor: Michaela Wambacher
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