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Liebe Karin,

natuerlich habe ich sofort auf Deinen Leserinnenbrief reagiert und Dinge beantwortet, die noch offen waren:
(Zitatanfang) "Übrigens: im Resumee einer Tagung wär’s schön, wenn manerfahren könnte, kurz erwähnt, wer die Eingeladenen waren und in welcher Funktion sie referierten und diskutierten." (Zitatende)

Zu Deiner Bitte der Wiedergabe von Vortrags- und Diskussionsinhalten moechte ich bemerken, dass eine genaue Wiedergabe / sprich: Nacherzaehlung / nicht das Thema des Artikels war und leider auch dessen Umfang gesprengt haette. Es geht hier im Wesentlichen um eine Zusammenfassung der Tagungsthemen und es koennen in diesem Rahmen nicht alle Beitraege in aller Ausfuehrlichkeit behandelt werden, da, wie Du selbst aus eigener Erfahrung weisst, gewisse Rahmenbedingungen eingehalten werden muessen.

Den Unterschied zwischen Guides und VermittlerInnen und die jeweiligen Aufgaben der beiden Gruppen muss ich Dir doch nicht erklaeren, bzw. erklaerst Du diesen selbst im 5. Absatz Deines Leserbriefes. Den Rest Deiner Frage beantwortest Du auch selbst - eben dass es bei der Wahl der Sprache auf die jeweilige Vermittlungsaufgabe, auf die jeweilige Zielgruppe, usw. ankommt und somit die Art und Sprache der Vermittlung nicht verallgemeinert werden kann. Wie Du auch selbst schreibst, gibt es die unterschiedlichsten Angebote und somit auch Nachfragen an Vermittlungsprogrammen, die teilweise auch individuell vorbereitet werden. (ist eine sinngemaesse Wiedergabe und kein Zitat)

Exkursionen sind befruchtend und lassen die Moeglichkeit zu, andere Vermittlungstechniken und VermittlerInnen kennenzulernen, somit auch zu reflektieren und in die eigene Arbeit einfliessen zu lassen.

Zur Erinnerung: ExpertInnen sind Personen, die sich intensiv mit einer/ oder mehreren Dingen auseinandersetzen - theoretisch oder praktisch oder kombiniert - wenn es, wie Du meinst, immer die selben Personen sind, legt dies den Verdacht nahe, dass diese sich besonders intensiv mit der Vermittlung auseinandersetzen und aus diesem Grund auch gerne gesehene ReferentInnen sind, da sie aufgrund ihrer intensiven Auseinandersetzung auch immer neue Erkenntnisse bieten und diese zur Diskussion stellen. Forschung im Bereich der Architekturvermittlung stellt leider noch immer ein Desiderat dar, dabei sollten wir alle uns neben der Praktik auch intensiv mit der Vermittlungstheorie auseinandersetzen, was auch bedeutet, dass wir in einen intensiven Diskurs eintreten sollten. Da moechte ich auch gerne auf den Vortrag von Stephanie Reiterer, der am 19.05.2016 als Kooperationsprojekt des Architekturforums Oberoestereich und der Kunstuni Linz im afo stattfinden wird, hinweisen, wo es unter anderem auch um die Schliessung dieser Luecke geht: http://www.afo.at/event.php?item=9584

Was bedeutet eine demokratische Auseinandersetzung? Das bedeutet nichts weniger als auch andere Meinungen und Interpretationen zuzulassen und diese fair und respektvoll miteinander zu diskutieren - dies sollte in allen Belangen moeglich sein, daher auch in Bezug auf die Auseinandersetzung mit Gebaeuden.

Und liebe Karin, manchmal irrst auch Du!
Schoenen Gruss und einen schoenen Sonntagabend wuensch ich Dir,
Marion

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