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irrtum

Genau darin liegt der Irrtum – der Gestaltungsbeirat ist keine Alternative zum Architektur-Wettbewerb. Aber das ist ein anderes Thema. Der Architekturwettbewerb ist ein Instrument zur Qualitätsfindung, das heißt, wenn keine Qualität da ist, kann auch keine garantiert werden.
Fakt ist aber, dass eigentlich immer dort, wo letzdendlich an Stelle des Direktauftrages ein Wettbewerb durchgeführt wurde, selten das Projekt von dem/der vorgesehenen Direktbeauftragten gewonnen hat. Aber es gibt - und die Geschichte zeigt es - genug Projekte, die ohne Wettbewerbskonkurrenz entwickelt wurden und von guter Achitekturqualität sind. Das ist die eine Seite des Wettbewerbes. Die andere ist schlicht und einfach, dass es für den geförderten Wohnbau in der Steiermark Vereinbarungen gibt. Für mich wäre es wünschenswert, wenn unter anderem diese Studie, die Grundlage für die Wohnbaudiskussion wäre, die zu führen längst überfällig ist. Denn neben diesem Direktauftrag laufen parallel in Graz Wohnbauverfahren, deren Voraussetzungen so sind, dass es keine Qualität geben kann. Daher sollte eine solche Studie schon einen breiteren Aspekt abdecken, auch an Hand eines Fallbeispieles. Das Ergebnis ist breit zu diskutieren und gegebenenfalls umzulegen.
Wenn also die Punkte, die hier nun als neu angeführt sind, Ergebnisse der Studie, die Vorgabe für eine Projektbearbeitung sind und wenn die Förderung vorher sagt, was es dafür für zusätzliche Mittel gibt, dann traue ich mich zu behaupten, dass es viele Ansätzte gibt, diese letztendlich in Architekturqualität umzusetzen. Und genau das wäre das spannende, diese verschiedenen Ansätze nicht nur sehen, sondern auch diskutieren zu können.
Nicht die ArchitektIn muß sich rechtfertigen einen Direktauftrag angenommen zu haben, sondern der öffentliche Auftraggeber muß sich die Kritik gefallen lassen. Nicht Frau Elke Kahr hat hier jemanden beauftragt, sondern die Stadträtin Elke Kahr ist der Initiator und darin liegt der feine Unterschied. Unter anderem auch zum Abt von „Mariazell“ – der übrigens der Abt von St. Lambrecht, und nicht von Mariazell, ist.

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