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Fortbildung -kurz
Do. 23/03/2017 14:00h - 18:00h
ZT-FORUM: Effiziente Standortentwicklung
für Gemeinden durch Raumplanung
Graz

EinwohnerInnenzahl und prognostizierte Bevölkerungsentwicklung sind entscheidende Kennzahlen für die Funktionsfähigkeit einer Gemeinde und Erfüllung ihrer kommunalen Aufgaben. Die hiefür erforderlichen Infrastruktureinrichtungen – vom Gemeindeamt, Bauhof über Kindergarten, Schule, Veranstaltungshalle bis zu Sport- und Freizeiteinrichtungen – bedürfen einer kritischen Anzahl an (möglichen) NutzerInnen, um diese mit ausreichender Auslastung und der Möglichkeit eines sinnvollen Managements auszustatten. Neben den Errichtungskosten verursachen diese Gebäude und Anlagen aber vor allem hohe Kosten für Betrieb und Reinvestitionen durch notwendige Sanierungen.
Nur Gemeinden mit einer entsprechenden Bevölkerungszahl sind dauerhaft in der Lage, die vorhandene Infrastruktur zu erhalten oder sogar auszubauen. Ziel der Gemeindestrukturreform 2015 sind daher eine effiziente Nutzung bestehender kommunaler Ressourcen und Schaffung regionaler Zentren, um die Grundversorgung der Bevölkerung mit privaten und öffentlichen Dienstleistungen in einer zumutbaren Entfernung sicherzustellen. Dies schafft auch die Chance, die Ausweisung von Bauland oder von gewerblich genutzten Flächen in einem regionalen Kontext zu lösen und Funktionen zu bündeln. Die Instrumente der örtlichen Raumplanung (Örtliches Entwicklungskonzept, Flächenwidmungs- / Bebauungsplan) sollen zur Lösung dieser Fragestellungen verstärkt eingesetzt werden.

In diesem Seminar werden Modelle zur Abschätzung der Folgekosten der Siedlungsentwicklung vorgestellt und diskutiert. Ziel ist es, Instrumente und Fallbeispiele aus der Praxis zu präsentieren, wie Funktionen in den Gemeinden auf Ebene der örtlichen Raumplanung und hinsichtlich einzelner Infrastrukturleistungen sinnvoll neu verteilt werden können.

Fallbeispiele

  • Kaindorf (Rückführung von dezentralem Bauland ins Freiland / Kostenersparnis und Verkehrsreduzierung durch Energieausweis für Siedlungen)
  • Kirchberg an der Raab (Zusammenführung der 5 bestehenden Ämter zu einem zentralen Gemeindeamt)
  • St. Margarethen bei Knittelfeld (Zusammenführung Volksschulen und Kindergärten)

Anmeldeschluss: Donnerstag, 09. März 2017

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