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Anton Schweighofer, Stadt des Kindes, 1140 Wien, 1969–1974, Abbruch: 2004
©: Pez Hejduk
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Ausstellung
Di. 17/04/2018 10:00h - Mo. 28/05/2018 19:00h
Stadt des Kindes: Vom Scheitern einer Utopie
Wien

Die im Typus einer Idealstadt ausgebildete Anlage des Architekten Anton Schweighofer verkörpert die neuen Leitideen des Wohlfahrtsstaats: Durchlässigkeit und Gemeinschaft.
Die Abkehr von einer Fürsorge und der Aufbruch in Richtung eines partnerschaftlichen Ansatzes verdeutlicht sich in der Unterbringung der Kinder in familienähnlichen Wohngruppen. Der öffentliche Zugang zu den Freizeiteinrichtungen wie Hallenbad, Turnsaal, Theater und Keramikwerkstatt steht für die soziale Integration der BewohnerInnen in ihr Umfeld.
Die Stadt des Kindes avancierte zu einem Vorzeigeprojekt für die Politik. Als neues Modell für die Unterbringung „gefährdeter“ Kinder und Jugendlicher blieb sie eine Ausnahmeerscheinung und erreichte ihre selbstgestellten Ansprüche nicht.
2002 wurde sie geschlossen und trotz massiver Proteste zu einem großen Teil abgerissen. Erhalten und saniert wurden zwei Familienhäuser, das Hallenbad und der Turnsaal. Auf dem mit großzügigen Freiflächen versehenen Areal entstanden zwischen 2011 und 2013 über 250 Wohnungen (Architekten: Walter Stelzhammer, Peter Weber).

Opening: 16.04.2018, 19:00

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