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©: ISG - Internationales Städteforum Graz
_Rubrik: 
Führung
Sa. 14/07/2018 10:00h
Spotlight Kulturerbe _ 1
Graz

In Stein gerahmt.
Portale in der Grazer UNESCO Welterbezone

Die mit Masken, Fratzen, Wappen, Monogrammen oder Segenssprüchen und anderen dekorativen Elementen plastisch gestalteten Portale begleiten BesucherInnen durch die Altstadt von Graz. Türen und Tore sind doppeldeutig: stehen sie offen, verbinden sie – sind sie geschlossen, wirken sie trennend und grenzen aus. In jedem Fall spricht ihre Form von der Kulturgeschichte der StadtbewohnerInnen – ihr spüren wir nach.

Türen, Tore und Portale sind verbindende und trennende Elemente und daher doppeldeutig. Tore markieren Besitz- und Herrschaftsgrenzen. Stehen sie offen, laden sie zum Überschreiten einer Schwelle ein. Welche Vorsicht dabei lange Zeit geboten war, läßt sich im Begriff „Schwellenangst“ bis heute nachvollziehen bzw. im Umstand, dass das Übertreten der Schwelle im Mittelalter auch rechtsgültig die Inbesitznahme bedeuten konnte. Die Schwelle wird bis heute auch als psychologisches Merkmal in der Architektur verwendet, und läßt sich mit abschreckenden und einladenden Symbolen in der Architekturgeschichte der Stadt Graz durchschreiten.

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