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Ausbauhaus Berlin, Henri Praeger, Praeger Richter Architekten, Berlin
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©: Andreas Friedel
_Rubrik: 
Vortrag
Di. 10/10/2017 19:00h
Neue Standards im Wohnen
Linz

Zwei Baugruppenprojekte in Berlin
* Ausbauhaus Neukölln
* Integratives Projekt am ehem. Blumengroßmarkt

  • Das Ausbauhaus Neukölln ist ein Baugruppenprojekt zum Wohnen und Arbeiten. Der hohe Vorfertigungsgrad, die großzügige räumliche Grundstruktur des Rohbaus und der individualisierte Ausbau schaffen kostengünstigen Wohnraum mit hoher räumlicher Qualität.
    Erfahrungen mit Baugruppen zeigten, dass Individualität in der Wohnkonzeption teuer ist und den Bauprozess verlangsamt. Die grundsätzliche Trennung von Rohbau und Ausbau, wie sie im Ausbauhaus realisiert wurde, ermöglicht die Wahl zwischen verschiedenen Ausbaustandards und dem Selbstausbau. Je nach handwerklichen und finanziellen Möglichkeiten erfolgt der Ausbau im „Standard Loft“, im “Standard Wohnung“ oder im “Rohbau zum Selbstausbau“. Grundvoraussetzung ist die wirtschaftliche, vertragliche, rechtliche und technische Trennung des Rohbaus vom Ausbau der Wohnung. Dank des über eine Länge von zehn Metern stützenfreien Grundrisses sind vielfältigste Ausbauvarianten möglich, die sich an verändernde Lebensumstände anpassen lassen.
  • Das Integrative Bauprojekt am ehemaligen Blumengroßmarkt (IBeB) in Berlin steht kurz vor der Fertigstellung. Ateliers und Wohnungen im Eigentum, genossenschaftliche Wohn- und Studioflächen zur Miete, Räume für einen sozialen Träger sowie Gewerbeflächen bilden das Programm für die Baugruppe. Die Leitidee des Projektes, das von den Architekturbüros HEIDE & VON BECKERATH und ifau in Kooperation mit der Selbstbaugenossenschaft Berlin eG initiiert wurde, liegt in der Kombination aus Wohnen und Arbeiten und richtet sich unter anderem an die Bedürfnisse von KünstlerInnen und anderen Kulturschaffenden. Auf Basis des vergleichsweise niedrigen Grundstückspreises kann eine projektinterne Quersubventionierung von genossenschaftlichen Wohn- und Atelierräumen realisiert werden. Die ca. 70 Wohnungen und 20 Ateliers sind im Zuge der Weiterentwicklung und Anpassung des räumlichen Konzeptes an die Bedürfnisse der NutzerInnen anpassbar und kombinierbar.
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