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Festival
Fr. 07/04/2017 18:00h - So. 09/04/2017 21:00h
LAUT – STARK – WILD
Graz

Zu Gast im FORUM: LAUT – STARK – WILD


Das Festival LAUT – STARK – WILD informiert über die aktuellsten Entwicklungen rund um Murkraftwerk, Speicherkanal und Stadtpolitik und schafft Raum für Debatten und Vernetzung. Verschiedenste Workshops ermöglichen die Aneignung wichtiger Skills. Dokumentarfilme sollen inspirieren und Mut machen – für die nächsten Phasen des Kampfes gegen das Kraftwerk, den Kanal und die demokratiefeindliche, zunehmend autoritär agierende Stadtregierung. Lasst uns gemeinsam die Bewegung stärken – für sozial-ökologische Gerechtigkeit, für umfassende Demokratisierung, für ein lebenswertes Graz für Alle!
Der Bau des Murkraftwerks und des Zentralen Speicherkanals verursacht nicht nur große ökologische Zerstörung, sondern verschwendet auch enorme Summen an Steuergeld, das in anderen Bereichen dringend benötigt würde. Beide Bauwerke sind sinnlose Infrastrukturen, die auf veralteten Technologien beruhen. Ihre Errichtung dient ausschließlich der Bereicherung einiger Weniger auf Kosten der Allgemeinheit. Weder würden relevante Mengen Strom erzeugt, noch die Wasserqualität der Mur verbessert – im Gegenteil. Leider agieren die Mächtigen in Politik und Wirtschaft völlig skrupellos und halten nichts von Demokratie und Bürger*innenbeteiligung. Sie versuchen ihre Profitagenda mit allen Mitteln durchzuziehen und setzen dabei u.a. auf teure mediale Lügenkampagnen und die pauschale Diffamierung aller Kraftwerksgegner*innen. Nicht einmal vor der Zerstörung von Teilen des NS-Lagers Liebenau wurde im Zuge der Bauarbeiten halt gemacht.
Vor diesem Hintergrund formierte sich in den letzten Monaten eine inspirierende soziale Bewegung. Zusätzlich zur Initiative Rettet die Mur, die sich seit vielen Jahren für den Erhalt der frei fließenden Mur und der mit dieser einhergehenden Lebensqualität einsetzt, entstanden neue Akteure wie etwa das Murcamp, die Vollversammlung und das Bündnis Gegenstrom. Selten zuvor war in Graz eine solch spannende Protestdynamik zu erleben. Die Aktionsformen reichten von großen Demos und Märschen, über diverse Bannerdrops, Theaterinterventionen und Flashmobs bis hin zu massenhaftem zivilem Ungehorsam mit stundenlangen Blockaden der gesamten Kraftwerksbaustelle.

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