Neueste Kommentare


  • Wenn ich mir die Projektstudie von Arch. Strohecker anschaue, wird mir angst und bang. Wer hat ihn beauftragt, die halbe Innenstadt umzugestalten? Man plant eine Garage und damit diese ausgelastet wird, vernichtet man das bestehende Parkraumangebot im Umkreis- eine echt bestechende Idee. Die Stadtbevölkerung wird nicht um ihre Meinung gefragt. Eine Präsentation im Gemeinderat lässt Schlimmes befürchten.

    Autor: Elisabeth Kabelis-Lechner

  • Ein furchtbarer seelenloser Klotz, der eher wie ein misslungener Wellnesstempel rüber kommt. Womöglich war der Bau schon vor dem Umbau von nicht nennenswerter Schönheit und die maßgebenden Planer konnten das im Rahmen der zur Verfügung stehender Möglichkeiten auch nicht zum Besseren wenden. Das sei dahin gestellt. Was aber nicht nachvollziehbar ist, was dieses Projekt in der Rubrik PLUS/MINUS verloren hat, obschon man reflexartig, beim Anklicken des Artikels, eher einen MINUS-Artikel erwarten würde. Naja, Geschmäcker sind eben verschieden. Daher sei auch mein Kommentar verziehen...

    Autor: Anonymous

  • Heute darf Architekt Stohecker sein Projekt im gemeinderat vorstellen. Interessant, wie das nun läuft, vermutlich unter dem Titel Transparenz und Bürgerinformation. Würde man als Kritikerin auch eingeladen, vor dem Gemeinderat zu sprechen? Ist eine Gemeinderatssitzung das richtige Forum, um solche weitgehenden Entwicklungen, die von privater Hand geplant und vorgeschlagen werden, zu diskutieren und zu analysieren? Wenn, dann mit Bürgerbeteiligung in offenen Diskussionsforen, wenn nicht, dann sollte doch die Expertise der zuständigen Beamten in der Verwaltung Gewicht genug haben, um ein solches Projekt zu analysieren. Man hat gehört, dass Dipl.-Ing. Martin Kroißenbrunner, der Leiter des Amts für Verkehrsplanung, bei der Vorstellung seiner Einschätzung zu dieser Garage (in Bezug auf das politische Programm zum Thema Verkehrsentwicklung in Graz), im Gemeinderat öffentlich von BM.Nagl gerügt und abgekanzelt wurde. Wenn diese Information stimmt, so frage ich mich, wie dies weitergehen wird angesichts derartiger Ignoranz und Willkür der schwarz-blauen Stadtregierung, wenn sie etwas durchsetzen will.

    Autor: Karin Tschavgova

  • Sehr geehrter Architekt Steinegger !

    Ein paar Worte zu Ihrem Brief. Die konstituierende Preisgerichtssitzung fand am 29.09.2016 statt und die Jury am 14.12.2016. Der jetzige politische Referent für den kommunalen Wohnbau Mag. (FH) Eustacchio war in dieser Sache noch nicht zuständig, sondern seine Vorgängerin Stadträtin Kahr. (Grazer Gemeinderatswahl am 5.02.1017). Ihm jetzt irgendein politisches Programm in dieser Causa zu unterstellen kann aus Gründen der Polemik Ihrerseits verstanden werden, entspricht aber nicht den damaligen Tatsachen.
    Bei den weiteren Punkten Ihres Briefes (Der historische Aspekt des Areals, der städtebauliche Schwerpunkt „Dorf in der Stadt“, soziologischen Anforderungen ...) verweise ich auf die ungewöhnlich umfangreiche Auslobung, welche Ihre Fragen vielleicht beantworten wird.

    Autor: Armin Haghirian

  • Aus dieser Veröffentlichung / Auslobung ist nicht ersichtlich, ob es eine Abstimmung / Zustimmung der Kammer gibt und zudem ist auch die Jury nicht bekannt!

    Es gibt ein Auswahlgremium (Seite 17, Pkt. 5.1), für die Vorprüfung und Auswahl der WB-Teilnehmer, dem kein Mitglied der Kammer und damit kein Architekt angehört ... das Gremium setzt sich aus Nutzer, LIG und Abt. 16 zusammen ...
    das macht stutzig - um Stellungnahme seitens der Kammer wird gebeten!

    Daneben mal wieder auffällig, Ausschluß von jungen Büros durch Referenzen; Verfahrensbetreuung nicht durch Architekten; Komminikation über das kostenpflichte Portal ANKÖ und damit werden Vorlagen im Vorfeld abgefragt, wie Zuverläßigkeit, etc. wie bei einer Bauvergabe an Firmen ...

    In Summe also mal wieder ein TOLLER WB ...

    Autor: Petra Kickenweitz

  • liebe Karin, vorerst einmal danke für deinen sehr guten Beitrag.

    Es ist wirklich auffallend, wie von Verantwortlichen zur Zeit mit Kritik umgegangen wird. Und wenn man zu den KritikerInnen gehört, wird man auch gerne gleich mit einem entsprechenden Etiket versehen. Kein Wunder, dass in Gat zurzeit der Anteil an anonymen Kommentaren steigt.

    Zur ebenfalls zum planlos award nominierten "Bienenstockgarage" am Eisernen Tor findet am 22.11. von 18:00 bis 20:00 im Trauungsaal das 53. Forum von Mehr Zeit für Graz statt. Es wurden mit der Einladung Unterlagen der Projektstudie des Architelturbüros ausgeschickt.
    http://www.mehrzeitfuergraz.at/images/Berichte/Forum/2017-11-22_SUP-Eise...

    Auszüge aus der Argumentation für eine solche smarte Garage.

    ... z.B. wird dort erklärt:
    - es sei bei einer konventionelle TG ab einer bestimmten Größe eine UVP notwendig, bei der SUP (smart urban parksystem) nicht. meine Frage??? warum eigentlich nicht ?? hier wird massiv in die Umwelt eingegriffen.

    - es gäbe auch keine Emissionen für Fahrten in der SUP Garage. mein Einwand: aber emissionserzeugende Fahrten zur SUP-Garage doch wohl und nicht zu vergessen, die Emissionen, die die gar nicht vorstellbaren Staus an dieser Stelle erzeugen würden .

    - als weiterer Vorteil der SUP wird vom Architekten angeführt: der Eingriff in die Umgebung sei niedrig ( bei konventionellen TG hoch) mein Einwand: die SUP-Garage am Eisernen Tor würde wertvolle Stadtbäume vernichten, den beliebten Platz am Brunnen seiner Qualitäten berauben- wer will schon beim Bankerlsitzen in einen Autosilo schauen.
    Auch der Vergleich mit der VW-Garage in der Autostadt Wolfsburg, die so toll funktioniert, hinkt enorm- dort sind es oberirdische Türme, in denen die Neuwagen zur Abholung bereit stehen. Hier gibt es in den Bereichen Ein- und Ausfahrtsebene sicherlich keine Staugefahr.

    Es handelt sich hier um öffentlichen Raum, um öffentlichen Grund. BM Nagl wollte jährlich die BürgerInnen zu wesentlichen Planungen befragen. Zu diesem Vorhaben von Privatinvestoren auf und unter öffentlichem Grund sollten die GrazerInnen unbedingt befragt werden. Aus dem Baurecht am Andreas Hofer Platz (Shellgarage) sollte man eigentlich gelernt haben.

    Autor: Elisabeth Lechner

  • Warum sind österreichische Architekten rein schwarz gekleidet?
    Kreativität sieht anders aus !

    Autor: Anonymous

  • Egal ob Ihre Kritik inhaltlich gerechtfertigt ist oder nicht. Wer im professionellen Bereich des Internets (und das ist GAT) anonym Kritik äußert, hat ein Glaubwürdigkeitsproblem. Bzw. anders formuliert: Durch Ihre Anonymität ist ihr Beitrag zur Debatte aus meiner Sicht wertlos. Oder würden sie sich außerhalb der digitalen Welt, wenn sie mit Frau Tschavgova und anderen zum Thema sprechen, vermummen? Ist man also anonym, wie Sie es sich fragen, ein „ernsthafter konstruktiver Gesprächspartner“?

    Burkhard Schelischansky

    Autor: Burkhard Schelischansky

  • s.g. frau knees, wenn man die apa meldung als offizielle stellungnahme der tu-graz lesen darf, dann sollten wohl bei allen, die sich dem akademischen ehrenkodex verpflichtet fühlen, die alarmglocken schrillen. es ist kein kavaliersdelikt sich etwas umzuhängen, was man nicht ist. es ist auch nicht relevant ob es eine grundvoraussetzung für diese ausgeschriebene stelle war, sondern es ist offensichtlich einfach die tatsache, dass sich jemand einen beruflichen vorteil auf unehrliche weise versucht hat zu holen. warum sonst sollte sich jemand architekt oder diplom ingenieur nennen und es gar nicht sein. Und da ist es nicht relevant ob derjenige einen anderen beruf oder ausbildung ordnungsgemäß absolviert hat sondern die tatsache allein zu schwindeln in einem bereich, wo es klare regeln gibt, ist ein verstoss, der nicht mit einer stelle, die von der öffentlichen hand zumindest mitfinanziert wird, belohnt werden darf und eine universität sollte hier tunlichst nicht die fachliche kompetenz in den vordergrund stellen um den verstoss als lapidar und längst bekannt herunter zu spielen. Die vorbildwirkung der lehrenden, die gerade im universitären bereich eine wichtige rolle spielt, läuft gefahr verloren zu gehen.

    Autor: feyferlik

  • Sehr geehrter Herr Anonymous,

    unabhängig von Planlos-Award, IG-Architektur und den Kommentaren von Frau Tschavgova: Welche positiven Aspekte können Sie dem Murkraftwerk, der Tiefgarage Am Eisernen Tor, der Murgondel oder etwa dem Ablauf in der Entwicklung der Reininghausgründe abgewinnen? Nur um sachlich und konstruktiv zu bleiben..

    Autor: Anonymous

  • Liebe Fr. Tschavgova,

    Die Verleihung des Planlosawards durch die IG-Architektur ist meiner Meinung nach eine unglaubliche Anmaßung von ein paar Wenigen, die glauben, ihre persönliche zu Sichtweise auf die Baukultur und Planungsprozesse über die anderer zu stellen. Auch die IG-Architektur ist ein loser Zusammenschluss von wem auch immer, ohne, dass dieser die Gesamtheit der Architekten oder Ziviltechniker dieses Landes oder sonst eine Instanz vertreten würde, also einfach irgendein Verein. Mehr nicht. Also so ein Gewicht hat ihr Planlos-Award nicht, wie Sie sich vielleicht wünschen.

    Zweitens sollten Sie einmal darüber nachdenken, was Sie mit diesem Award erreichen. Sie machen Politiker, Beamte und ganze Behördenstrukturen und vor allem deren Arbeit öffentlich lächerlich, oder zumindest kommt es so beim Endverbraucher ab. Glauben Sie allen Ernstens, dass man Sie und alle, die in dieser Art gegen Stadtplanungen, Stadtbaudirektion, Bürgermeister und alle beteiligten Planer schimpfen noch weiterhin ernsthaft zum Gesprächspartner haben will? Glauben Sie, dass diese Art einen konstruktiven Dialog hervorbringt?

    Kritik üben ist legitim, aber in dieser Art wie es durch diesen Award und auch wie es immer mehr auf Gat.st betrieben wird, ist keine Grundlage für einen konstruktiven Dialog mehr, sondern genau das Gegenteil!

    Autor: Anonymous

  • In der annahme der artikel im stmk orf at basiert auf fakten.
    wo bleibt eine stellungnahme der TU-Graz - die ja laut kleiner zeitung zur fachlichen qualifikation des "schwindlers" steht. diplom hin oder her - im land wo ein wirschafdtslandesrat den schwindel um seine doktorabeit mit dem agument der gegenweärtigen inhaltich guten arbeit wegreden wollte wird doch ein „schwindliger archiekt“ und diplom ingenieur kein problem sein. wir haben kein bildungsproblem in den kindergärten und volksschulen auch nicht in den neuen mittelschulen wir haben aber ein problem der glaubwürdigkeit im akademischen bereich, das verhalten dazu, die vorbildwikrung - das höhlt die substanz in einem land aus - das loch wird tief in das so eine gesellschaft fällt.

    Autor: feyferlik

  • http://steiermark.orf.at/news/stories/2876195/

    Wenn es stimmt, dass Herr Kaden ein Diplom gefälscht hat, wäre es ein Skandal so jemandem die Bühne für eine akademische Laufbahn zu bieten. Ganz unabhängig von seiner fachlichen Qualifikation und natürlich auch unabhängig davon, dass ein Professor an der Architekturfalkultät nicht zwangsläufig Architekt sein muss. Umso weniger kann es eine "Entschuldigung" seitens der TU sein, dass dieser Umstand ohnehin hinlänglich bekannt sei.

    Autor: 86er

  • einen sehr interessanten kommentar gab es am wochenende im standard album dazu. Eigenartig mutet auch das beleidigte Reagieren aus dem Bürgermeisterbüro an: "Ich empfinde den Preis als Beleidigung aller Architekten, die in Graz hervorragende Architektur und moderne Freiräume planen." - so Chritian Köberl, Referent im Bürgermeisterbüro.
    derstandard.at/2000066759047/Planlos-Award-2017-Gondeln-nach-nirgendwo

    Autor: nichtbeleidigter architekt

  • ....an Arch. Steinegger.

    Baukulturelle Leitlinien sind gut, aber sie sind eben nur sehr grobe Leitlinien und nicht bindend. Ich denke nicht, dass sich mit der Übernahme dieser in Graz wirklich etwas zum Besseren änderen würde. Graz hat viele Bestimmungen, die baulich räumliche Qualität der Stadt schützen und fördern sollen.

    Das bis vor kurzem geltende räumliches Leitbild als Ergänzung zum STEK 3.0, an dem man sich bei der Neuentwicklung, Beplanung von Grundstücken orientieren sollte, war leider nicht bindend und oft hat auch die Stadtplanung gegen ihr räumliches Leitbild entschieden und gehandelt.
    Das neue Leitbild, das nun mehr Gewicht haben soll, ist noch immer nicht beschlossen, es gibt viele Einwendungen dagegen u.a. auch deshalb, weil es zu schwammig sei.
    Es gibt das Instrument der Bebauungsplanung, das richtig angewandt wie beispielsweise in Wien mit verbindlichen nachgeschalteten Architekturwettberweben, Quartiersentwicklungen positiv und im Interesse der Allgemeinheit gut lenken kann. Bauplatzübergreifende, grobe Bebauungspläne von der Stadtplanung beauftragt bevor Investoren mit Projektwünschen kommen, sind für eine positive bauliche aber auch soziale Entwicklung von Stadtteilen unbedingt erforderlich. Wenn dieses effektive Gestaltungs- und Planungsinstrument in Graz aber meist nur dann angewendet wird, wenn Investoren mit bereits ausgreiften Projekten einen Antrag auf Bebauungsplanung stellen, ist es eben kein effektives Gestaltungsinstrument mehr, sondern kann nur mehr korrigierend einwirken. Die Stadtplanung ist am Reagieren und nicht am Agieren und kann konfrontiert mit den Rentabilitätsargumenten der Investoren und Anlangenfonds nur mehr sehr wenig für Baukultur, öffentlichen Raum, Straßenräume mit Aufenthaltsqualität und letztendlich für gedeihliche Quartiersentwicklung tun.

    Leitlinien für die Baukultur sind gut, aber ein viel zu weiches Instrument im neoliberalen Kampf um Stadtraum(aus)nutzung.

    Autor: Elisabeth Lechner

  • Man muss zu seinen Entscheidungen stehen. Es wäre sehr schön, wenn der Preis im Rathaus ausgestellt werden könnte.

    Autor: Anonymous

  • Danke wieder einmal, Mathias Grilj, wunderschöne Gedanken (Gedankengänge finde ich dafür passender), wunderbar (denk-)anregend. You made my day!

    Autor: Karin Tschavgova

  • Dem kann ich mich nur anschließen. Eine Antwort würde mich auch sehr interessieren.

    Autor: Anonymous

  • Zum Thema "Pfauengarten" möchte ich mit Verlaub noch folgendes anmerken:

    Laut Juryprotokoll und Renderings des Wettbewerbs sollten "sowohl Fassaden- als auch Dachflächen farblich an die charakteristische ziegelrote Dachlandschaft der Grazer Altstadt angeglichen werden". Warum ist das nicht geschehen? Welche Entscheidungsprozesse haben dazu geführt, dass die farbliche Gestaltung vom Wettbewerbsprojekt abweicht?

    Sollte das jemand von den Projektbeteiligten lesen, insbesondere vom Architekturbüro Pichler & Traupmann oder der ASVK, würde ich mich um Beantwortung meiner Fragen freuen. Ich persönlich kann der Farbgestaltung leider nichts abgewinnen und findes es schade, dass das Projekt nun derart realisiert worden ist.

    Autor: G. Mader
Kommentar antworten